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Der S60 fährt online

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Wir haben Sensus Connect im Volvo S60 probiert, für den sie mitsamt Radio, Bluetooth-Freisprechanlage, Soundpaket (acht Lautsprecher), Sprachsteuerung und Routenführung einen Aufpreis zwischen 1400 und 2500 Euro kostet.

Volvo sucht den Weg ins Internet. Als Basis dient dem Autobauer ein bestehendes System. Vor dem Start wartet auf den Fahrer einige Arbeit.

Volvo fährt sein Kommunikationssystem ins Internet. Die verbesserte Anlage heißt Sensus Connect und setzt nahtlos auf dem bisherigen Basissystem fur Navigation und Unterhaltung auf. Wir haben sie im Volvo S60 probiert, fur den sie mitsamt Radio, Bluetooth-Freisprechanlage, Soundpaket (acht Lautsprecher), Sprachsteuerung und Routenfuhrung einen Aufpreis zwischen 1400 und 2500 Euro kostet. Der kleine Farbmonitor mit einer Diagonale von 18 Zentimeter ist leider nicht beruhrungsempfindlich, so dass sämtliche Eingaben mit Drehstellern und der uppigen Tastenlandschaft unterhalb der Anzeige zu tätigen sind.

Die Internetverbindung muss zunächst eingerichtet werden. Ins Netz gelangt der Volvo wahlweise uber einen W-Lan-Hotspot oder das ohnehin an die Freisprechanlage angedockte Smartphone, das dann im Zweitjob das entsprechende Bluetooth-Profil unterstutzen muss. Damit das Ganze funktioniert, muss das Bluetooth-Tethering am Smartphone aktiviert sein. Was bei Apple „Personlicher Hotspot“ heißt, ist bei Blackberry die „Modemfunktion“, und mit Android suche man unter „Tethering und mobiler Hotspot“. Hier sind also vor dem Start die richtigen Schalter umzulegen. Wer die Fummelei scheut, bestelle „Volvo on Call“, die automatische Notruffunktion mit ubermittlung von Fahrzeugposition und -daten dazu, denn die in diesem Telematik-Paket enthaltene Sim-Karte eignet sich ebenfalls fur den Internetzugang. Damit wird die Anlage indes teurer.

41201987 Glympse voraus: Volvo S 60 mit pfiffigem Ortungsdienst

Anschließend gelangt man uber die Web-Taste ins Internet. Der Browser zeigt jedoch nur im stehenden Fahrzeug seine Inhalte, und der Surf-Spaß hält sich schon wegen der komplizierten Adresseingabe mit dem Drehsteller in Grenzen. Weitaus interessanter ist das App-Menu, das alle Anwendungen untereinander als Liste auffuhrt. Etliches dreht sich um Musik und Internetradio (etwa Stitcher oder Tune In) oder rund ums Fahren, wie etwa die Online-Suche, inklusive der nach Parkplätzen und Tankstellen oder Restaurants mit Yelp sowie der Option, das Navi-System aus der Ferne mit Zielen zu bestucken.

Am besten gefiel der erste Eintrag in der Liste: Mit Glympse sendet man den momentanen Ort des Fahrzeugs an Freunde und Bekannte, und zwar ohne jeden Konfigurationsaufwand an deren E-Mail-Adresse oder Handynummer, zeitlich befristet, wenn man mag. So kann also der Gastgeber in Echtzeit mitverfolgen, wo der Besuch gerade fährt und wann er vermutlich eintrifft. Die Glympse-SMS kommt ubrigens aus den Vereinigten Staaten.

Nicht weniger interessant ist die Wikipedia-App „Wiki Locations“. Sie zeigt Sonderziele, zum Beispiel Sehenswurdigkeiten, entweder in freier Suche oder in der Nähe des Fahrzeugs. Zu ihnen kann man sich navigieren lassen, und die Detailinformationen mitsamt Fotos sind auch auf dem Bordmonitor ablesbar. Das i-Tupfelchen ist eine Vorlesefunktion mit synthetischer Stimme. Insgesamt hält sich jedoch der Nutzwert der Online-Anbindung in Grenzen, das Smartphone kann vieles besser.