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Mercedes-Benz C 250 Bluetec: Das neue C ist fast ein E

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Mit der neuen C-Klasse begibt sich Mercedes in gehobene Gefilde: Die Mittelklasse-Limousine ist edel wie nie. Der schärfste Konkurrent der E-Klasse kommt jetzt aus dem eigenen Haus.

Schöne neue Autowelt. Aus dem einstigen 190er-Aschenputtel von 1982 ist allerspätestens mit der zu diesem Frühjahr aufgelegten neuen Generation der C-Klasse eine edle Dame geworden. 4,686 Meter Länge sind erreicht, das ist beinahe schon obere Mittelklasse. Außenlänge und Radstand wuchsen im Vergleich zum Vorgänger um fast zehn Zentimeter, leider ohne dass es zu einem entscheidenden Raumgewinn auf der Rückbank gekommen wäre. Hier ist der Platz für die Beine nach wie vor eher knapp, allenfalls ausreichend. Wer sich fragt, wohin der Zuwachs verschwunden ist: Der Vorderwagen wurde gestreckt, um mehr Raum für die Abgastechnik zu bekommen. Dies war nötig, weil sonst die neue Euro-6-Hürde nicht mehr zu schaffen gewesen wäre (für die Dieselmodelle).

Das knappe Raumangebot (auch der Kofferraum fällt mit 480 Liter Fassungsvermögen nur marginal größer aus als zuvor) ist vielleicht das Einzige, was den C- noch vom E-Mercedes unterscheidet. Denn im Innenraum wird nur feinstes Material verarbeitet, alles wirkt stimmig und sehr hochwertig. Unser Wagen war allerdings wie immer mit reichlich Lametta versehen, da floss der eine oder andere von 23 425 (!) Extra-Euro auch in schöneres Ambiente. 2737 Euro kostet zum Beispiel „Exclusive“. Dann, und nur dann, prangt noch ein Stern auf der Motorhaube. Alle anderen Versionen tragen den „Zentralstern“ im Kühlergrill.

Viele schöne Details

Alle Versionen – ob mit Navi oder ohne – haben den aufs Armaturenbrett gesetzten Monitor, ähnlich jenem der A-Klasse. Der gefällt gewiss nicht jedem, aber funktional gibt es nichts auszusetzen, er liegt gut im Blickfeld. Das Navi (3510 Euro, dann mit 8,4- statt 7,0-Zoll-Monitor) kann auch über eine Art Touchpad unten in der Mittelkonsole gesteuert werden. Nur funktioniert das nicht besonders gut.

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Sitzen kann man vorn prima. Das Auge erfreut sich an vielen schönen Details wie zum Beispiel der kleinen Analoguhr oder den wertig gestalteten Bedienelementen in den Türen. Nur fällt dann der leere Schalterplatz für die nicht mitbestellte Sitzkühlung besonders auf. Sie kostet 1285 Euro, Sitzheizung inklusive, für die Heizung allein werden 387 Euro verlangt. Im Fahrzeug war zudem eine Burmester-Anlage verbaut. Geboten wird ein Surround-Soundsystem mit 13 Lautsprechern und einem Neunkanal-DSP-Verstärker mit 590 Watt Systemleistung. Hier scheint der Aufpreis von 922 Euro moderat. Happig dagegen die 2106 Euro für das große Panorama-Schiebedach. Das ist aber wirklich schön und lässt bei Tag viel Licht in den Wagen. Der vordere Teil kann geöffnet werden, die Fondpassagiere haben ein kleines Glasdach für sich.

Zu den vielen weiteren Extras, die an Bord waren, gehörte auch die elektrische Schließung des Kofferraumdeckels (einzeln 357 Euro). Diese ist überflüssig, einen Deckel kann man nun wirklich noch selbst zuhauen, und Mitfahrer kann man gar nicht schnell genug warnen: Fast immer drücken sie den Deckel wie gewohnt mit der Hand zu. Nachdem das ein paarmal passiert war, hob sich der Deckel beim Öffnen elektrisch nur noch ein paar Zentimeter. Das elektrische Schließen klappte weiterhin.

Noch Platz für Kleinkram

Der Kofferraum macht einen aufgeräumten Eindruck, im Boden ist noch Platz für Kleinkram. Dreist: Mercedes-Benz lässt sich nun selbst Tirefit extra bezahlen (59,50 Euro). Vom vollwertigen Ersatzrad, das einst zur Grundausstattung eines jeden Autos gehörte, haben wir uns ja schon lange verabschiedet. Wahrscheinlich berechnet Mercedes-Benz bald das Warndreieck und den Verbandskasten. Und wer durchladen will, muss 345 Euro ausgeben für eine gedrittelt umlegbare Rückbank mit Armlehne in der Mitte. (40/20/40).

Dass die C-Klasse auch mit Assistenzsystemen auftrumpft, war zu erwarten. Für 2499 Euro sind im „Fahrassistenz-Paket Plus“ die „Distronic“ mit Lenkassistent und „Stop &amp- Go Pilot“, die „Presafe“-Bremse mit Fußgängererkennung, der Bremsassistent Plus mit Kreuzungsassistent, der aktive Totwinkelassistent und der aktive Spurhalteassistent erhältlich.