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Opel Insignia ist günstig und ähnelt anderen Marken

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Angenehme Überraschung: Der Opel Insignia versteht Apples Assistentin Siri. Auch das Hauptmenü überzeugt, das Touchpad dagegen nicht. Insgesamt ist der Eindruck positiv.

Im vergangenen Jahr hatte Opel mit seinem innovativen Intellilink-System im kleinen Adam einen spektakulären Erfolg. Nun ist der Insignia an der Reihe und fährt mit einem brandneuen Kommunikationssystem vor, das zwar Navi 900 Intellilink heißt, aber außer der Namensähnlichkeit nichts mit der Anlage im Kleinwagen gemeinsam hat.

Das 900er-Modell arbeitet autonom, ist also nicht auf ein Smartphone als Zuspieler angewiesen, und beim Betreten des Fahrzeugs staunt man nicht nur über den großen Hauptmonitor (20 Zentimeter in der Diagonale), sondern bewundert auch das üppige Zweitdisplay der Cockpitanzeige, das zwischen den halbkreisförmig am Rand liegenden Analoginstrumenten einen Hauch von Oberklasse andeutet. Die Inhalte im Instrumententräger sind konfigurierbar, das Tachometer erscheint wahlweise digital oder in analoger Darstellung, ergänzend sieht man zum Beispiel Details der Medienwiedergabe oder Navi-Hinweise. Das alles gefällt.

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Verständliche Menüs und gute Spracherkennung

Auch das Geschehen auf dem berührungsempfindlichen Hauptmonitor weckt durchaus Begeisterung. Man kommt auf verschiedenen Wegen zum Ziel, entweder mit den Menütasten unterhalb der Anzeige oder mit dem Finger auf selbiger. Die Menüs sind klar beschriftet, das Smartphone lässt sich per Bluetooth problemlos ankoppeln und springt zudem als Zuspieler der Musikabteilung ein. Die Spracherkennung mit eigener Lenkradtaste arbeitet gut, und zwar in allen Funktionsbereichen. CD-Laufwerk und DAB-Plus-Radioempfänger sind aufpreispflichtige Extras. Das Telefon-Menü bietet eine ordentliche Grundausstattung inklusive Zugriff auf die Anruflisten und die Kontakte in frei wählbarer Sortierung.

Es fehlt eine Suchfunktion, hier hilft jedoch abermals die Sprachsteuerung. Eine schöne Überraschung ist das Siri-Menü mit Mikrofonsymbol. Es erlaubt den Start der Apple-Assistentin- nur mit Sprache, die Antworten werden vorgelesen. Beachten sollte man jedoch, dass manche Auskünfte ein zuvor entsperrtes iPhone erfordern.

29846041 Das Hauptmenü überzeugt.

Verkehrsinformationen überzeugen nicht

Die Navi-Abteilung fährt in der gehobenen Mittelklasse, die Zieleingabe mit Sprachbedienung könnte etwas flotter arbeiten, aber was der Kopilot anschließend zeigt und sagt, ist ordentlich und überzeugend. Fahrspurassistenten sind dabei, Hinweise zum aktuell geltenden Tempolimit gibt die kameragestützte Verkehrszeichenerkennung. Die Kartenanzeige könnte höher auflösend sein, und ihr Design mit Symbolauto auf lilafarbener Route sieht aus, als käme es von einer App. Kontakte vom Smartphone lassen sich als Navigationsziel übernehmen, was jedoch nicht immer funktioniert. Der wichtigste Kritikpunkt sind die nicht überzeugenden Verkehrsinformationen aus dem Gratis-Dienst TMC.

Touchpad und Cursor ähneln anderen Marken

Das Sahnehäubchen soll das Touchpad sein, das unterhalb der Mittelarmlehne zwischen Fahrer- und Beifahrersitz angebracht ist. Es kopiert unverkennbar das gleichnamige Audi-System und enthält zusätzlich eine Cursorsteuerung, wie man sie aus vielen Lexus-Modellen kennt. Letztere dient dazu, Schaltflächen auf dem Hauptdisplay auszuwählen, es erscheint das Symbol einer Hand auf der Anzeige, und man kann mit einem Tastendruck bestätigend klicken.

Der Gewinn ist gleich null, weil der Fingertipp auf der Anzeige stets schneller ist. Im Audi-Modus, wenn man ihn frech so nennen darf, malt man mit dem Finger einen Buchstaben nach dem anderen auf der Touchpad-Fläche, die Kritzelei wird erkannt und vorgelesen, etwa für die Zieleingabe der Navigation. Auch mit dieser Idee konnten wir uns nicht anfreunden. Die Zeichenerkennung ist deutlich schlechter als im Audi, und mit der Sprachsteuerung kommt man abermals schneller zum Ziel.

Insgesamt bleibt jedoch der positive Eindruck, zumal der Preis äußerst attraktiv ist. In den Modellreihen Sport und Innovation gehört Navi 900 Intellilink zur Serienausstattung, in den beiden kleinen Varianten kostet die Anlage zwischen 1200 und 1335 Euro, man sollte sie mitnehmen.