
Das kompakte Allrad-SUV aus Tschechien besteht leichte Off-Road-Übungen ohne Mühe. Weil der Yeti dazu auf der Langstrecke eine gute Figur macht und sein Preis sich im Rahmen hält, gehört er zu den gefragtesten SUV.
Wer braucht schon ein SUV? Gar eins, das tatsächlich noch Allradantrieb hat, der in unseren milden Wintern und schneefreien Städten nicht mehr zum Zuge kommt? Doch das Abenteuer ist schon auf steilen Zufahrten zum Waldparkplatz oder dem schlammigen Untergrund eines Wirtschaftswegs zu finden: Wir passieren gerade einen Opel Astra, der mit recht weit eingegrabenen Vorderrädern am Rande der Auffahrt zur Kyrill-Hütte im Sauerland feststeckt. Reichlich Regen hat den Boden tief gemacht, beim Ausweichmanöver ist der Opel vom Schotter abgekommen, jetzt wirkt er verlassen. Unser Yeti zieht an ihm vorbei. Im Schritttempo zwar, aber unbeirrt. Gut, dass er einen Allradantrieb hat.
Modelle
Den unterschiedlichen Einsatzbedingungen hat Škoda seit der jüngsten Auffrischung der Baureihe mit einem erweiterten Angebot des Kompakt-SUV Rechnung getragen. Den Yeti gibt es als Stadt-Cruiser, vorzugsweise mit reinem Frontantrieb, und als Variante Outdoor 4×4, dessen graue Kunststoff-Stoßfänger nicht gleich einen hässlichen Schmiss bekommen, den keiner gerne herzeigt.
Unterfahrschutz ist im Programm, ebenso wie der Off-Road-Assistent, der das Anfahren am Berg erleichtert und die Tour zurück ins Tal auch unter schwierigen Bedingungen zum kontrollierten Abstieg macht.
Design
Die Karosserie des nach wie vor 4,23 Meter kurzen Yeti wirkt strammer als bisher. Die Radhäuser sind ein wenig breiter geworden, am Heck leuchten LED-Lampen, die Nebelscheinwerfer sind nicht mehr knuffig rund, sondern kantig und rechtwinkelig geworden. Die Bi-Xenon-Scheinwerfer vorn gehören zur Serienausstattung des Spitzenmodells „Laurin&-Klement“. Diese beiden gründeten einst das Unternehmen, aus dem Škoda hervorging.
Ausstattung
Übersichtlich wie die Karosserie ist das Interieur. Zwar ziert mehr Lack und Chrom das Armaturenbrett, bei L&-K gehören sogar Holz- und Klavierlackverkleidungen dazu, doch bleibt es bei der sachlichen Aufgeräumtheit, die allerbeste Voraussetzungen für einfache Bedienung und unaufgeregte Ausfahrten schafft.
Einschränkung: Der Blick auf die Instrumente. Schon bisher verbarg der Kranz des in Höhe und Tiefe verstellbaren Multifunktions-Lenkrads die obere Skala des Tachos. Der wichtige Bereich zwischen 100 und 140 km/h bleibt verdeckt, wenn das Volant in eine ergonomisch richtige Position gerückt wird.
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Als Alternative bietet sich an, das Lenkrad in maximaler Höhe zu justieren, dann aber entsteht ein Gefühl aus früher Kindheit, als wir zum ersten Mal auf Papas Sitz in einem VW Variant klettern durften und die Hände weit nach oben strecken mussten, um am Lenker drehen zu können. Besser ist es, sich die Geschwindigkeit auf dem Monitor zwischen den Rundinstrumenten anzeigen zu lassen, der Bordcomputer bietet diese Möglichkeit.
Sitze
Elektrisch verstellbar sind die Sitze, sie bieten vorzüglichen Langstreckenkomfort und sind mit kuschligem Leder bezogen. Bei frostigen Temperaturen wärmt die Sitzheizung schnell nicht nur die Sitzfläche, sondern auch den unteren Teil der Rückenlehnen. Eine passende Position am Volant ist in Windeseile eingestellt.
Im Fond herrscht kaum geringere Großzügigkeit hinsichtlich Platz und Komfort, trotz der knappen Abmessungen des Wagens. Die Rückbank setzt sich aus drei einzeln verschiebbaren Stühlen zusammen, die ganz nach Raumbedarf der Hinterbänkler und Gepäckvolumen konfiguriert werden können. 15 Zentimeter wandern sie bei Bedarf in der Längsrichtung nach vorne, jeder für sich klappbar.
Ladefläche
Auf rund 1500 Liter Volumen steigt die Ladekapazität, wenn die Sitze zusammengefaltet hinter den Vordersitzen kauern, 1760 Liter stehen zur Beladung bereit, wenn die Rücksitze ausgebaut werden. Das Ausbauen ist aufgrund des Gewichts von rund 20 Kilogramm keine Übung für alle Tage, macht aber den Weg für den studentischen Umzug frei.
