
Piaggio bringt im Frühling die neue Vespa Sprint als 50er und 125er auf den Markt. Sie basiert auf der Primavera, ist aber ein wenig teurer – Schönheit kostet eben.
Vespa ewig jung. Nachdem der Piaggio-Konzern im Herbst die Vespa LX durch die neue Primavera ersetzt hat, kommt im April und Mai die neue Sprint auf den Markt. Sie basiert auf der Primavera (Frühling), allerdings ist das Blechkleid knapper und sportlicher geschnitten. Und es gibt 12- statt 11-Zoll-Räder.
Die übrigen Basisdaten sind nahezu identisch: luftgekühlter 125-Kubik-Einzylinder mit 10,7 PS (7,9 kW), Spitze gut 90 km/h, 121 Kilogramm Trockengewicht, 79 Zentimeter Sitzhöhe, Scheibenbremse vorn, Fliehkraftkupplung, Elektrostarter, 8-Liter-Tank. Der Verbrauch wird mit rund 2,7 Liter auf 100 Kilometer angegeben. Auch für die Sprint (eine wiederbelebte Modellbezeichnung aus den sechziger Jahren) hält Piaggio zwei Moped-Varianten parat. Geboten werden als Zwei- oder Viertakter jeweils 50 Kubik und gut 4 PS. Das reicht für die gesetzlich vorgeschriebenen 45 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die 50er kommen im April in den Handel, die 125er im Mai.
Die Sprint ist hübsch anzuschauen, zur Wahl stehen die Farben Blau, Schwarz, Weiß, Gelb und Rot. Die Instrumente sind ein Mix aus Alt (klassischer Tacho, der sehr optimistisch bis 140 km/ reicht) und Neu (kleines Info-Display), im Beinschild befindet sich ein kleines Staufach. Unter die Sitzbank passen jetzt rechnerisch 16,6 Liter, aber ein Integralhelm geht immer noch nicht hinein. Gegen Aufpreis gibt es Zubehör wie kleine oder große Scheibe, Seitenstütze, iPhone-Halter, Topcase oder auch die schicke runde Vespa-Tasche, die sich exakt in den Fußraum einfügt und mitgenommen werden kann.
Ja, Vespas waren schon immer eher weibliche Zweiräder, doch auch der Mann erfreut sich im Stadtverkehr von Rom an der verblüffenden Wendigkeit und den Möglichkeiten, die ein knappes, schmales Zweirad im Verkehrschaos eröffnet. Die Bremsen packen gut zu, leider wird ABS frühestens im Herbst dieses Jahres nachgereicht. Ungefähr ab 60 km/h kommt der Motor auf den Ausfallstraßen allmählich an seine Grenzen, es sei denn, ein 50 Kilo leichtes Topmodel hat auf dem Stuhl Platz genommen. Ein paar PS mehr (15 passen in die Führerscheinklasse) wären schön. Mit Preisen von 4250 Euro für die 125er und je 3350 Euro für die 50er ist die Sprint ein wenig teurer als die Primavera. Schönheit kostet eben.
