Auto & Verkehr

CarPlay: Das iPhone fährt mit

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Lange hat Apple an dem Konzept gearbeitet, das zuletzt „iOS in the Car“ hieß. Nun hat Apple „Car Play“ vorgestellt. Es bietet eine nahtlose Anbindung des iPhone an den Bordmonitor des Fahrzeugs.

Im Juni kam die Ankündigung in Amerika, nun fährt Apple mit der Technik auf dem Genfer Salon vor: Das neue „Car Play“ bietet eine nahtlose Anbindung des iPhone an den Bordmonitor des Fahrzeugs. Lange hat Apple an dem Konzept gearbeitet, das zuletzt „iOS in the Car“ hieß. Den sperrigen Namen hat der Hersteller aus Cupertino über Bord geworfen, und wie es funktioniert, zeigt Mercedes-Benz mit der C-Klasse. Andere Hersteller (Volvo, Ferrari) sind ebenfalls an Bord und werden ähnliche Angebote in ihr Programm heben.

In der C-Klasse wird das iPhone per Kabel an das Bordsystem angedockt. Anschließend bedient man wahlweise mit dem Controller des Fahrzeugs oder mit der Spracherkennung Siri. Im Mercedes bleibt die Fingerbedienung außen vor, denkbar ist sie bei anderen Herstellern. Auf dem großen Display der C-Klasse sieht man einen Ausschnitt der bekannten iPhone-Menüstruktur im Querformat. Aber es gibt nur fünf Kernfunktionen von Apple und lediglich ausgewählte, eigens angepasste Apps von Drittanbietern.

Etliche Details sind anders: Die obere Menüzeile mit Uhrzeit und Visualisierung der Feldstärke ist nach links gerückt, es werden weniger Details gezeigt, alles ist auf eine möglichst geringe Fahrerablenkung ausgerichtet. Die fünf Apple-Icons führen in die Menüs für Telefonie, Musik, Navigation, SMS-Nachrichten und Musiksteuerung. Dazu kommt ein sechstes Icon von Mercedes. Um gleich mit der Telefonie zu beginnen: Die Menüleiste mit Favoriten und Anruflisten ist nach oben gerückt, und beim Blättern durch das Telefonbuch sind nur fünf Namen untereinander aufgeführt. Die Schaltflächen zur Annahme und Ablehnung eines Anrufs oder zur Eingabe einer SMS-Nachricht sind geradezu riesig, abermals steht wenig Ablenkung im Vordergrund des Designs. SMS-Nachrichten kann man diktieren und sich vorlesen lassen. Eine E-Mail-Funktionalität enthält „Car Play“ derzeit leider nicht. In der Navi-Abteilung sieht man Apples bekannte Darstellung der Karten-App, wahlweise in zwei- oder dreidimensionaler Aufmachung.

Zu Beginn der Fahrt ist die gesamte Route im Überblick dargestellt. Natürlich sind auch die Staudaten der Karten-App im Fahrzeug abrufbar. Wer die neue C-Klasse mit dem hauseigenen Comand Online ordert, findet übrigens hinter der sechsten Mercedes-Kachel das vollständige Kommunikationssystem der Stuttgarter. In diesem Fall hat man also gleich zwei Navis an Bord. Insgesamt ist „Car Play“ nicht wegen seiner Ausstattung oder Funktionalität ein Pluspunkt. Hier sind andere Fahrzeughersteller weiter. Der Gewinn ist vielmehr die einfache und gradlinige Integration.

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