Kalbitz gibt nicht auf: Wie ein lauernder Haifisch

Published 18/05/2020 in Inland, Politik

Kalbitz gibt nicht auf: Wie ein lauernder Haifisch
Andreas Kalbitz und Björn Höcke (rechts)

Wenn sich Markus Söder da nicht täuscht. Schon oft stand die AfD vor einer Spaltung und machte den Eindruck, über Nacht als Wrack zu enden. Die „Ruine“, die Söder sieht, könnte sich noch als Wunschbild herausstellen. Die Machtkämpfe, die nun schon seit Jahren dauern, hinterließen noch jedes Mal eine Anhängerschaft, die erstaunlich gleichmütig gegenüber so viel Selbstbeschäftigung der Parteikader ist.

Auch jetzt, da die AfD in Zeiten der Krise zur Willensbildung nicht viel mehr beizutragen hat als den Appetit eines lauernden Haifischs, ist der Zuspruch für die Partei, zumal in Ostdeutschland, erstaunlich stabil. Von Existenznöten, wie sie etwa die FDP plagen, keine Spur.

Doch ganz von der Hand zu weisen ist Söders Hoffnung nicht, dass es sich um das letzte Gefecht handeln könnte. Andreas Kalbitz, der Rechtsextremist an der Spitze des Brandenburger Parteiverbands, gibt nicht so leicht auf. Seinen Rausschmiss wird er unter ostdeutschem Beifall als „Verrat“ oder „Putsch“ hinstellen. Ein gespaltener und paralysierter Parteivorstand wird damit vor die Wahl gestellt, ob er ganze Landesverbände ausschließt oder die Dinge einfach treiben lassen muss.

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