Finanzen

Digitale Bankgeschäfte: Corona-Krise könnte Trend verstärken

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Mehr Hygiene macht kontaktloses Bezahlen populärer.

Fast jeder fünfte Deutsche ist skeptisch, was die digitale Abwicklung von Bankgeschäften angeht. In einer repräsentativen Umfrage des Meinugsforschungsunternehmens YouGov im Auftrag des Genossenschaftsverbandes gab jetzt erst wieder mehr als jeder sechste Befragte an, Online- und mobilem Banking wie kontaktloses Bezahlen nicht nutzen zu wollen. Ausschlaggebend ist die Angst vor Betrug (46 Prozent), zudem fühlen sich viele dieser Kunden sicherer, Finanzgeschäfte mit Menschen abzuwickeln (30 Prozent).

Dennoch erwartet der Verband von Volks- und Raiffeisenbanken, dass diese jetzt dauerhaft Auftrieb bekommen. „Die Corona-Pandemie könnte dem digitalen Banking und Zahlungsverkehr einen weiteren Schub geben, wenn es uns gelingt, die Menschen noch stärker bei der Nutzung unserer Angebote zu unterstützen“, befand der Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank, Jürgen Wache. Er leitet im Genossenschaftsverband den Arbeitsausschuss Markt und Produkte.

Immerhin 13 Prozent der Befragten gaben an, sie nutzten Online-Banking jetzt mehr oder hätten dies vor. 24 Prozent sagten, sie hätten die Absicht, künftig häufiger kontaktlos zu bezahlen. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) der Befürworter begründet dies mit höherer Hygiene. Genannt wurden diese Begründungen am häufigsten von der Altersgruppe ab 55 Jahren.

Nach Angaben der Bundesbank aus der Vorwoche haben in den vergangenen Wochen viele Menschen ihr Zahlungsverhalten verändert. Zugenommen habe nicht zuletzt das kontaktlose Zahlen mit Karte. Grund sei vor allem, dass die Kreditwirtschaft das Limit für das kontaktlose Zahlen ohne PIN von 25 auf 50 Euro erhöht hat.