Wann welche Lockerungen?: Schrittweise aus dem Kontrollverlust

Published 05/05/2020 in Inland, Politik

Wann welche Lockerungen?: Schrittweise aus dem Kontrollverlust
Bald schon ein Bild von gestern: Parkbank an einem Spielplatz in Nürnberg.

Die Beschwerden über den „Flickenteppich“ werden wieder zunehmen. Aber sie waren selten so unbegründet wie jetzt. Die Länder nutzen bei der Corona-Bekämpfung zu Recht den Vorteil des Föderalismus, je nach Lage und Region den besten Weg aus der Krise zu finden.

Dabei scheint sich in allen Ländern ein Stufenmodell durchzusetzen, wenn auch nicht mit deckungsgleichen Terminen. Auch das ist sinnvoll, weil Länder mit wenigen Infektionen wie Sachsen-Anhalt früher handeln können als andere.

Bayern wird deshalb länger warten müssen, nicht weil, wie Ministerpräsident Markus Söder auch am Dienstag wieder durchblicken ließ, „alle anderen“ ungeduldiger und unvorsichtiger wären, sondern weil die bayerischen Infektionszahlen einfach höher liegen.

Sinnvoll ist auch der Plan, dass auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte Lockerungen zurückgenommen werden müssen, wenn eine bestimmte Zahl registrierter Neuinfektionen überschritten wird. Es wäre klug gewesen, nicht erst jetzt, sondern von Beginn an diese Neuinfektionen als Richtgröße heranzuziehen, trotz hoher Dunkelziffer.

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