
Die Deutschen sind mit dem Corona-Krisenmanagement der Regierung zufrieden. Das Krisenmanagement ist auch erfolgreich. Das Virus ist schon deutlich eingedämmt. Zugleich wurde eine Fülle von Programmen aufgelegt, um aus der Krise möglichst heil, vielleicht sogar gestärkt herauszukommen. Deutschland gilt als Musterbeispiel, wie ein Land mit Corona fertig wird.
Die SPD-Minister in der Regierung haben daran ihren Anteil. Nichts ginge derzeit ohne den Finanzminister, der mit den Milliarden jongliert, als wären sie Bälle, die immerzu in der Luft gehalten werden müssen. Arbeitsminister Hubertus Heil achtet auf die Ausgewogenheit der Hilfen. Gerade konnte er sich mit einer Erhöhung des Kurzarbeitergelds durchsetzen.
Mützenich attackierte den Koalitionspartner
Von Justizministerin Christine Lambrecht ist zwar wenig zu hören, aber das spricht für sie: Die Regierung arbeitet reibungslos. Die Ministerin will darauf achten, dass keine Corona-Einschränkung länger besteht als notwendig. Darauf ist Verlass.
Die SPD kann stolz auf sich sein, wie sie die Koalition, wie sie das Land mitbestimmt. Dennoch kommt die Partei nicht aus dem Umfragetief, ganz im Gegensatz zur Union. Und wieder einmal fragt man sich: Wie kommt das nur?
Eine Antwort gab der Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich am Donnerstag im Bundestag. In seiner Erwiderung auf die Regierungserklärung der Kanzlerin verschwendete er einen großen Teil seiner Redezeit, um den Koalitionspartner anzugreifen. Da wurden Erinnerungen wach, wie wankelmütig die Sozialdemokraten in die Koalition schon hineingekommen sind, von Anfang an auf dem Sprung, sich bei erster Gelegenheit aus dem Staub zu machen.
