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Individuelle Rückreisepläne über den Atlantik wurden für viele zu einem lebensgefährlichen Unterfangen, da die für solche Überfahrten benötigen erfahrenen Crews nicht landen konnten und auch die auf der wochenlangen Reise dringend benötigten Zwischenstopps auf den Bermudas und den Azoren angesichts neuer Schutzmaßnahmen vor Ort zunehmend unrealistisch erschienen. Den Wunsch nach einem Begleitschiff der Deutschen Marine hatte diese am Montag gegenüber der F.A.Z. abgelehnt.
In den Whatsapp-Gruppen, in denen sich die deutschen Segler in der Karibik austauschen, zeichneten sich in den vergangenen Tagen auch Lösungen für ihre Boote ab. Neben dem Huckepacktransport auf Frachtschiffen brachten Gruppenmitglieder die Option ins Spiel, die Segelschiffe in der Karibik so wetterfest zu machen, dass sie gute Chancen haben, die Anfang Juni beginnende Hurrikan-Saison in der Karibik zu überstehen. Zugleich hieß es aus Seglerkreisen vor Ort aber auch, man sei skeptisch, ob sich mit der Hauruckaktion alle Probleme lösen lassen würden. Weder sei sicher, ob die Unterstützung des Auswärtigen Amtes am Ende tatsächlich ausreichen werde, um die Deutschen rechtzeitig in die Flieger zu bekommen, noch ließen sich Boote in der kurzen Zeit in vertrauensvolle Hände übergeben, um sie wetterfest oder für die Verladung bereit zu machen.
Die Region war offiziell lange Zeit vor dem Coronavirus weitgehend verschont geblieben. Inzwischen wächst aber auch hier die Zahl der Infektionen rasant.

