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Rentner müssen ganz zu Hause bleiben
In einem Facebook-Beitrag teilte Regierungschef Rama am Donnerstag der Nation mit, die Kurve der Neuinfektionen scheine sich nach unten zu bewegen. „Ich möchte nicht, dass ihr euch zu früh freut. Aber wir könnten nächste Woche erste Lockerungen der Beschränkungen in Erwägung ziehen, sollten sich die Zahlen bestätigen.“
In Albanien gilt seit dem 9. März eine nationale Ausgangssperre, dazu einen fast vollständigen Shutdown der Wirtschaft. Die Grenzen zu den Nachbarstaaten sind geschlossen, der Flug- und Fährverkehr ist fast vollständig eingestellt. Ausländer dürfen nicht mehr einreisen. Lebensmittelläden und Supermärkte, Banken und Tankstellen sind wochentags nur von fünf Uhr früh bis ein Uhr nachmittags geöffnet. Am Wochenende kommt das öffentliche Leben fast vollständig zum Erliegen, an Sonntagen ist überhaupt kein Ausgang gestattet.
Seit Montag darf nur noch eine Person je Haushalt und Tag für höchstens eine Stunde zum Einkaufen oder zu unaufschiebbaren Erledigungen aus der Wohnung oder aus dem Haus gehen. Rentner dürfen die eigenen vier Wände überhaupt nicht verlassen, ihre Versorgung wird nach offiziellen Angaben von staatlichen Stellen und freiwilligen Helfern gewährleistet. Die Erlaubnis zum höchstens einstündigen Ausgang muss vorab über die Handy-App „e-albania“ eingeholt werden.
Am ersten Tag der abermals verschärften Ausgangssperre brach die Internetseite der App zusammen, seit Mittwoch funktioniert sie dem Vernehmen nach weitgehend störungsfrei. Mit einer weiteren App, auf der Internetseite der Polizei, müssen Autofahrten beantragt werden, unter Angabe des Grundes sowie der Ausgangs- und Zieladresse der Fahrt. Bei Kontrollen müssen Fußgänger und Radfahrer sowie Autofahrer die zuvor auf elektronischem Weg von den Behörden erteilten Erlaubnisse vorzeigen.

