Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich beeindruckt gezeigt vom Einfallsreichtum und der Solidarität vieler Menschen in der Corona-Krise. „Ja, diese Krise weckt unsere tiefsten Ängste“, sagte er in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft. „Aber sie ruft auch das Beste in uns hervor. Daran, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, müssen wir uns jetzt halten.“
Als positives Beispiel führte Steinmeier unter anderem einen Medizinstudenten an, der mit einer Online-Plattform andere angehende Mediziner an Kliniken und Praxen vermittelt. Auch erwähnte er eine Krankenhausangestellte, die gemeinsame mit ihren Kindern daheim Schutzmasken für die Klinik näht. Diese Menschen machten Mut, lobte Steinmeier.
„Wir sind vielleicht zur Isolation verdammt – aber nicht zur Untätigkeit“, betonte der Bundespräsident. „Jeder und jede von Ihnen kann jetzt helfen“, etwa mit einem Einkauf für betagte Nachbarn, mit einer Gute-Nacht-Geschichte für die Enkelkinder übers Telefon oder mit Post für Menschen im Pflegeheim, die derzeit nicht besucht werden dürfen.
„Wir können auch unseren Lieblingsläden, die derzeit geschlossen bleiben müssen, Gutscheine abkaufen oder in unseren Lieblingsrestaurants Essen zum Mitnehmen bestellen“, regte Steinmeier an. „Und wir können das Geld für gekaufte Eintrittskarten nicht zurückfordern. Denn viele Kulturschaffende, deren Kunst uns gerade jetzt so viel bedeutet, sind gerade jetzt in ihrer Existenz bedroht.“
