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Angenommen hat Iran jedoch französische Hilfe zur Bekämpfung des Coronavirus. So errichtet die Organisation Ärzte ohne Grenzen auf Bitte Irans in Isfahan ein mobiles Krankenhaus für besonders schwere Fälle. Sie entsendet dazu neun Ärzte und Pfleger. Bereits Anfang März hatten Frankreich, Großbritannien und Deutschland Anfang März als Zeichen der Solidarität Schutzkleidung nach Iran geschickt. Wie breit der Graben zwischen der Iran-Politik der Regierungen in Washington und Paris ist, zeigte am Wochenende ein Gefangenenaustausch. Iran ließ den französischen Soziologen Roland Marchal frei, der Symptome einer Coronainfektion zeigte und im Juni 2019 unter dem Vorwurf der „Verschwörung gegen die nationale Sicherheit“ festgenommen worden war. Im Gegenzug ließ Frankreich einen iranischen Ingenieur frei, dessen Auslieferung Amerika gefordert hatte, der nun aber nach Iran zurückkehren kann.
Noch immer spricht die iranische Führung nicht mit einer Stimme. Präsident Hassan Rohani sagte, verhalte sich jeder vorsichtig, werde sich das Leben zum 1. April wieder weitgehend normalisieren. Der stellvertretende Gesundheitsminister stellte die Iraner jedoch auf einen Kampf gegen das Virus bis mindestens Ende Juni ein. Chamenei appellierte in seiner Ansprache an die Iraner, sich an die Anweisungen des Gesundheitsministeriums zu halten und die Schließung der heiligen Stätten zu tolerieren. Das Gesundheitsministerium gab am Montag die Zahl der Infektionen mit rund 23.000 an, das sind gut 1400 mehr als am Vortag. An dem Virus gestorben sind bisher nach offiziellen Angaben 1812 Personen. Die Weltgesundheitsorganisation geht jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

