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In der Eurozone haben am Mittwoch erst Gerüchte über umfangreiche Käufe italienischer Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank einen kräftigen Anstieg der Renditen von Staatsanleihen gebremst. Hinter den Kulissen wird in den Hauptstädten, in Brüssel und in Frankfurt an Wegen gearbeitet, wie die Europäische Zentralbank in einer Situation wachsender Zweifel an der Fähigkeit einer Reihe von Staaten, die finanziellen Belastungen der Corona-Krise auf die Dauer zu schultern, die Märkte für Staatsanleihen funktionsfähig halten kann.
Die derzeit größte ökonomische Gefahr ist eine Ausweitung der unvermeidlichen Wirtschaftskrise, die sich in einer wohl nicht nur milden Rezession äußern dürfte, in eine internationale Finanzkrise. Deshalb sind in diesen Tagen die Zentralbanken gefragt, die schneller als jede andere Institution Geld bereitstellen können, um das Finanzsystem liquide zu halten.
Das ist eine vorübergehend notwendige Politik. Aber die Zentralbanken wären völlig überfordert, wollten sie im Alleingang die ganze Wirtschaft aus der Krise führen. Hier sind vor allem die Regierungen gefragt. Je besser die Politik auf die Herausforderungen für die Gesundheit der Menschen reagiert, desto geringer werden die wirtschaftlichen Belastungen ausfallen.

