Die ganze Welt spricht über das Coronavirus. Alle Nachrichten und Analysen über die Ausbreitung und Bekämpfung der Epidemie täglich in Ihrem E-Mail-Postfach.
Alle herkömmlichen Versuche, die Kaufkraft der Menschen zu stärken, scheitern an der außergewöhnlichen Art der Herausforderung: Wenn die Menschen aus Gesundheitsgründen zu Hause bleiben sollen, hätte es wenig Sinn, sie mit Kaufanreizen in die Geschäfte, Restaurants und Flugzeuge locken zu wollen.
Mit dieser Erkenntnis tun sich viele Teilnehmer an den Finanzmärkten schwer, die nun die EZB heftig kritisieren. Sie hatten sich in den vergangenen Jahren an den Gedanken gewöhnt, die Geldpolitik könne alle ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten bekämpfen. Das war immer eine abwegige Vorstellung. Umso schmerzhafter ist nun das Erwachen.
Latentes Misstrauen in die Gesundheit der Geldhäuser
Dies ist ohnehin nicht in erster Linie die Stunde der Ökonomen und der Wirtschaftspolitiker, sondern die Stunde der sich zum Teil aufopfernden Ärzte und Krankenschwestern sowie der Gesundheitspolitiker. Die Lehre aus China lautet, dass vor einer Erholung der Wirtschaft und der Börsenkurse zunächst die Ausbreitung des Virus aufgehalten werden muss.
Die dafür notwendigen Maßnahmen wie Beschränkungen des Flugverkehrs, die Schließung von Geschäften und die Absage von Kultur- und Sportereignissen tragen zwar zu dem wahrscheinlichen Fall der Wirtschaft in die Rezession bei, aber sie sind im Interesse der Menschen dennoch unerlässlich. Seriöse Prognosen über die weitere Wirtschaftsentwicklung sind derzeit nicht möglich. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich nach einer erfolgreichen Bekämpfung des Virus Wirtschaft und Börsen schnell wieder erholen werden.

