
Die Frage nach dem künftigen Bundesvorsitzenden der CDU hat am Freitagabend im Landesvorstand der hessischen CDU nach Informationen der F.A.Z. zu Meinungsverschiedenheiten geführt. Während der Parteichef, Ministerpräsident Volker Bouffier, erkennen ließ, dass er den nordrhein-westfälischen Regierungschef Laschet präferiert, sprach sein Vorgänger Roland Koch sich explizit für Friedrich Merz aus.
Koch hatte schon öffentlich für Merz votiert, als dieser sich 2018 um das Führungsamt der Bundespartei beworben hatte. Auch in der Versammlung der hessischen Delegierten am Vorabend der entscheidenden Abstimmung auf dem Hamburger Parteitag hatte Koch für den Sauerländer geworben.
Von Bouffier wusste man, dass er sich Annegret Kramp-Karrenbauer an der Parteispitze wünschte. Aber schon damals unterließ er es, offensiv für sie einzutreten. So verfährt er auch jetzt. Der Hesse, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender ist, meidet Talk-Shows und greift nicht in die Debatte ein.
In der Sitzung des Landesvorstands, der am frühen Abend im Wiesbadener Landtag zusammenkam, war es denn auch Koch, der die Personalie thematisierte. Bouffier machte dem Vernehmen nach Vorbehalte gegenüber einer Wahl von Merz geltend.
