Ausland

Dienste sehen Einmischung: Russland für Trump, Staffel zwei

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Donald Trump und Wladimir Putin während eines bilateralen Treffens beim G20-Gipfel in Osaka 2019

Sehr viel hat die Öffentlichkeit bisher nicht darüber erfahren, welche konkreten Erkenntnisse die amerikanischen Geheimdienste über russische Pläne haben, sich auch dieses Jahr in den amerikanischen Wahlkampf einzumischen. Auf welcher Grundlage kamen mehrere Dienste zu dem Schluss, dass Moskau das Seine beitragen wolle, um Präsident Donald Trump zur Wiederwahl zu verhelfen?

Wie es scheint, hat sich auch die hohe Mitarbeiterin des amtierenden Nationalen Geheimdienstdirektors wenig Details entlocken lassen, als sie vorige Woche in einer vertraulichen Unterrichtung Kongressmitglieder vor Moskauer Einflusskampagnen warnte. Doch was die Schlussfolgerung anging, ließ sie offenbar keine Zweifel erkennen: Russland habe auch den seit Anfang Februar laufenden Vorwahlkampf der Demokraten im Visier. Und das Ziel des Kremls laute wie schon 2016, Trumps Siegchancen zu verbessern.

Das hat die „New York Times“ enthüllt. Auf die Spur kam sie der Geschichte, weil vorher die „Washington Post“ von einem Streit zwischen Trump und dem amtierenden Nationalen Geheimdienstdirektor Joseph Maguire berichtet hatte – einem Streit, der offenbar dazu führte, dass Trump Maguire durch seinen Botschafter in Berlin, Richard Grenell, austauschte.

Übereinstimmend berichten amerikanische Medien, dass Trump Maguire wegen der Unterrichtung von Abgeordneten aus beiden Parteien am 13. Februar beschimpfte. Besonders störte sich der Präsident offenbar daran, dass der Demokrat Adam Schiff an dem Briefing teilnehmen konnte. Schiff führt den Geheimdienstausschuss im Repräsentantenhaus und leitete auch die Ermittlungen zur Vorbereitung des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump, das kürzlich in dessen Freispruch mündete.