
Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat mit Blick auf russische Luftangriffe im Norden Syriens das „Wegschauen des Westens“ kritisiert. Diese Zurückhaltung sei „eine Schande“ und „gegen unsere eigenen Sicherheitsinteressen“, sagte Röttgen der „Bild“-Zeitung. „Wenn die Verbrechen weitergehen, muss es Sanktionen gegen Russland geben“, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses.
Die Truppen von Syriens Präsident Baschar al Assad hatten im vergangenen Jahr ihre Offensive auf die Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten Syriens begonnen. Trotz einer Waffenruhe setzten sie die Angriffe zusammen mit der verbündeten russischen Luftwaffe auch in den vergangenen Wochen fort. Dabei kamen immer wieder Zivilisten ums Leben.
„Die gezielte Bombardierung von Zivilisten durch die russische Luftwaffe ist ein abscheuliches Kriegsverbrechen“, so Röttgen weiter. „Das, was jetzt nötig ist, ist maximaler politischer und wirtschaftlicher Druck auf Russland, die Bombardierung der Zivilbevölkerung einzustellen.“
