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Vorsitzender der „Werte-Union“: Mitsch aus dem Kreisvorstand gewählt

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Von den Parteifreunden abgestraft: Der Vorsitzende der Werte-Union Alexander Mitsch ist nicht mehr Kreisvorstand.

Die „Werte-Union“ sieht sich als konservatives Korrektiv der CDU. Doch ihr Einfluss ist gering. Nun ist ihr Vorsitzender Alexander Mitsch bei einer Wahl zum Kreisvorstand abgestraft worden – mit dem schlechtesten Ergebnis aller Kandidaten.

Der Vorsitzende der konservativen Unions-Gruppierung Werte-Union, Alexander Mitsch, hat sein CDU-Amt verloren. Mitsch sei im Kreisverband Rhein-Neckar in Baden-Württemberg nicht mehr zum Beisitzer im Kreisvorstand gewählt worden, hieß es in der baden-württembergischen CDU am Sonntag. In der CDU wird dies auch als Zeichen dafür gewertet, dass der Rückhalt der Werte-Union innerhalb der Union weniger groß sei, als von der konservativen Gruppierung geäußert wird. Neuer Kreisvorsitzender ist Karl Klein, seine Stellvertreter sind Marcus Zeitler, Bastian Schneider und Annette Dietl-Faude.

Mitsch, der etwa die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel kritisiert und sich für Friedrich Merz als CDU-Vorsitzenden eingesetzt hatte, habe bei den Wahlen zum Kreisvorstand das schlechteste Ergebnis aller 19 Kandidaten erzielt, hieß es in der baden-württembergischen CDU. Die Werte-Union war in den vergangenen Wochen auch als Kritiker der großen Koalition, von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und einer schwarz-grünen Koalition in Sachsen aufgetreten.

Außerdem drängte der Zusammenschluss innerhalb der Union auf eine Urwahl und forderte die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer auf, ihren Widerstand aufzugeben. „Ich hielte es für ein Signal der Stärke, wenn sich die Parteivorsitzende zusammen mit anderen Bewerbern dem Votum der Mitglieder stellen würde“, hatte Mitsch der Nachrichtenagentur AFP gesagt. Mitschs Vereinigung sammelt derzeit per Online-Petition Unterstützung für eine Urwahl-Antrag auf dem Bundesparteitag.