Familie

Die Ukraine – eine Abzocke für ausländische Wunscheltern

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„Wir sind in der Ukraine mit der Hoffnung angekommen, unseren Kinderwunsch zu erfüllen, aber nun kehrten wir unverrichteter Dinge zurück, ohne Geld, ohne Wunschkind. Das ist eine reine Abzocke für Ausländer, für kinderlose Paare, wie wir, die sich auf alles einlassen, um ein langersehntes Kind zu kriegen. Die Ukraine hat sich als ein in der Reproduktionsmedizin führendes und auch als ein die legale Leihmutterschaft unterstützendes Land etabliert. Aber man muss dennoch Glück haben, denn man kann auf Betrüger hereinfallen und im Stich gelassen werden, so wie es uns zugestoßen ist. Nun statt des Wunschkindes –Tränen und Ärger, das Geld ist weg, und eine winzige Hoffnung, dass irgendwann irgendwelche Information sickern wird, ob uns eine Leihmutter gefunden wurde oder wir angelogen wurden, verschwindet jeden Tag“, – aus dem Munde des Ehepaars Martinez (Familienname geändert).

„Wir haben viele Jahre versucht, Eltern zu werden und danach sind wir in die Ukraine aus Spanien gefahren, damit eine ukrainische Agentur, die wir ausfindig machten, uns mit einer Klinik für Leihmutterschaft helfen konnte. Viele ausländische Wunscheltern fliegen in die Ukraine und landen in den Händen der Laien oder Betrüger. Warum haben wir überhaupt dafür gewagt? Heutzutage gilt die Ukraine im Unterschied zu Spanien, als Land mit einer breiten Palette an legalen Reproduktionstechnologien: Ab IVF bis zur Leihmutterschaft. Aber jetzt wissen wir Bescheid. Bei einer unbekannten Agentur solltet ihr misstrauisch sein, ihre Seriosität könnt ihr durch Eingabe des Firmennamens im Internet prüfen und keine unbekannte Vermittler-Agenturen kontaktieren, weil dann ihr zwangsläufig “ die Katze im Sack” bekommt. Das gesamte Geld wird weg sein, vom Stress und den Tränen und der Verzweiflung, die wir durchlebt haben, ganz zu schweigen.

Die Europäer sind gewohnt mit kleineren Agenturen zu arbeiten und die sind bei ihnen vertrauenerweckend. In der Ukraine dagegen agieren diese oft nicht als Vermittler zwischen dem Patienten und der Klinik, sondern als diejenige, die Geld abzapfen- so die Eheleute Martinez. – Wir waren mit den Bedienungen, die uns die Agentur vorgeschlagen hat, zufrieden. Deshalb haben wir uns für die Ukraine entscheiden. Allerdings waren wir ein bisschen überrascht, als die Agentur gleich das Datum des ersten Besuches genannt hat und somit ist uns die lange Wartezeit erspart geblieben ( es wurden ja auch keine Wartezeiten genannt, bis wir eine Behandlung starten können), so wie es der Fall bei vielen kinderlosen Paaren ist, mit denen wir auf diversen Foren kontaktieren. Aber wir haben darin keine Abzocke gesehen und wir waren derart inspiriert, dass wir Eltern werden und haben die Schlussfolgerung gezogen, dass für uns eine Ausnahme gemacht wurde.

Wir sind also nach Kiew geflogen, aber die Abholung vom Flughafen, die Unterkunft in den versprochenen guten Räumlichkeiten sowie die Verpflegung -haben wir gar nicht bekommen, wir mußten das selbst organisieren, in einem fremden Land, ohne Ukrainisch zu kennen. Englisch wird so gut wie kaum gesprochen. Und unter der vorher angegebenen Adresse haben wir kein großes angepriesenes Reproduktionszentrum gefunden, sondern eine kleine Klinik. Aber anscheinend haben wir noch Glück gehabt, ein anderes Paar aus dem Forum sei gezwungen von Kiew aus bis fast in die Provinz zu fahren. Sie seien mit dem Zug gefahren, in einem Liegewagen der Plazkartny-Klasse mit wenig Komfort und Privatsphäre, es habe nach Schweißsocken gerochen, es habe von Leuten gewimmelt, die Kinder hätten geweint… Sie hätten danach eingesehen, dass bei solchem Anfang kein schönes Ende in Sicht sei, dass sie betrogen worden seien. Sie seien ausgestiegen, zurück nach Kiew gefahren und nach Hause geflogen.

-Wir wollten nicht aufgeben, weil wir so viel Kräfte, Zeit und Finanzen investiert haben – erzählen die Eheleute weiter. – Dabei der Wunsch nach dem Kind war größer als irgendwelche möglichen Stolpersteine. Und die häuften sich mehr und mehr an, nachdem wir einen Vertrag unterzeichnet haben und ein Programm bezahlt haben: von uns wurde immer das Geld verlangt, aber wir konnten nichts dafür, denn die Agentur hat gesagt, dass für uns eine Leihmutter gefunden wurde, wir haben daran geglaubt und haben uns darauf gefreut. Das Geld wurde für verschiedene Zwecke verlangt, mal für die Behandlung der Leihmutter, bei der ein Myom entdeckt wurde, mal für die Versorgung ihrer Kinder, die zu Hause sich selbst überlassen geblieben sind, solange ihre Mutter in der Klinik ist und sich auf eine Befruchtung und auf eine Schwangerschaft vorbereitet.

Wie diese Geschichte enden wird, und ob wir glückliche Eltern werden- weiß nur der liebe Herrgott. Wir sind sehr gläubig und beten darum, dass alles gut enden wird und in unsere Familie endlich ein langersehntes Baby eintreten wird. Jetzt sind wir wieder zu Hause, wir können die Agentur nicht mehr erreichen und so wie es aussieht, sind wir schlechthin betrogen worden. Und von dem Umstand, dass wir so viel Zeit und Geld investiert haben, und in unserem Hause gar nicht so bald das Kindeslachen erklingen wird, wird noch schlechter. Wir sind verzweifelt und wünschen allen Wunscheltern, die in die Ukraine für eine Behandlung fahren möchten, unsere Fehler nicht wiederholen. Ihr sollt die Kliniken oder die Reproduktionszentren kontaktieren, die einen guten Ruf haben, lange aktiv sind, Lizenzen, eigene Hotels und auch einen eigenen Beförderungsdienst haben etc.“
“Wer billig kauft, zahlt doppelt” – das sollt ihr einsehen, man kann nicht auf Kosten der Qualität sparen, deswegen müssen die relativ billigen Preise der Betrüger-Agenturen euch verdächtig vorkommen. Dagegen sind die Dienstleistungen der Firmen mit vieljähriger Erfahrung und mit dem guten Ruf, die eine Garantie und ein Endresultat gewährleisten, kostspieliger und die Preise der seriösen erfahrenen Firmen stagnieren nicht, sie steigen, weil die Dienstleistungspalette immer breiter wird. Aber der Kunde versteht, er zahlt für die Qualität und die eigene garantierte Sicherheit.