
Asoka Wöhrmann leitet die Fondsgesellschaft DWS. Im Interview mit der F.A.S. spricht er über die Folgen der EZB-Politik, die Tücken des Goldes und den Dax auf 20.000 Punkten.
Herr Wöhrmann, die Europäische Zentralbank (EZB) scheint gewillt, die Zinsen noch weiter zu senken. Finden Sie das richtig?
Wir erleben Dinge, die wir uns vor einigen Jahren niemals hätten vorstellen können: Negativzinsen auf Einlagen, die Finanzinstitute bei der EZB hinterlegen, und negative Renditen bei Bundesanleihen. Das ist eine wirklich dramatische Entwicklung. Für einige Zeit können große Volkswirtschaften in ungewöhnlichen Zeiten mit solchen negativen Zinsen zwar umgehen. Aber gefährlich wird es, wenn sie zur Normalität werden. Und in diese Richtung bewegen wir uns.
