
Als fürsorgliche Mutter in „Boyhood“ erhielt Patricia Arquette den Oscar, nun spielt sie in der Serie „The Act“ ein Muttermonster. Was ihre Kinder dazu sagten und wieso sie sich auch als Aktivistin sieht, erzählt sie im Interview.
Miss Arquette, ähnlich wie schon zuletzt Ihre Serie „Escape at Dannemora“ basiert nun auch Ihre neue Serie „The Act“ auf einer wahren Geschichte. Ist das ein Zufall?
So gesehen schon. Ich habe diese Rollen jedenfalls nicht angenommen, weil sie reale Vorbilder haben. In beiden Fällen fand ich einfach die Geschichten faszinierend und überraschend. Wobei ich vermutlich „The Act“ sogar als nicht unbedingt glaubwürdig abgetan hätte, wenn ich nicht gewusst hätte, dass all diese Wendungen sich auch in der Realität so abgespielt haben. Der springende Punkt ist allerdings der, dass ich vor allem händeringend auf der Suche nach gut geschriebenen, komplexen Figuren bin, von denen es für Schauspielerinnen in meinem Alter nicht viele gibt. In wahren Geschichten findet man sie womöglich häufiger, weil sich Drehbuchautoren ohne Vorbild nicht an komplizierte, sperrige Frauen herantrauen.
