Prostitution und Internet: Selbstbestimmte Sexarbeit – dank Digitalisierung

Published 10/06/2019 in Gesellschaft, Menschen

Prostitution und Internet: Selbstbestimmte Sexarbeit – dank Digitalisierung
Eine Prostituierte wartet in ihrem Zimmer in einem Bordell in Frankfurt auf Kundschaft. Ein Teil der Arbeit findet inzwischen aber auch online statt.

Wer Sex gegen Bezahlung möchte, muss heute nicht mehr ins Bordell gehen – er kann auch im Netz nach der passenden Partnerin suchen. Das bietet den Prostituierten Vorteile, hat jedoch noch andere Auswirkungen auf das älteste Gewerbe der Welt.

Alles begann mit dem Skandal um Rosi. Jener Rosi, die ihre Telefonnummer im Lokalblatt inserierte und damit den Prostituierten im Münchner Sperrbezirk die Freier klaute. Doch was die Spider Murphy Gang vor fast vierzig Jahren musikalisch skandierte, könnte sich im Moment wiederholen – nur dass Rosi heute nicht mehr auf Werbung im Lokalanzeiger setzen würde, sondern vermutlich ihren Online-Auftritt auf kaufmich.de pflegt. Denn die Digitalisierung macht auch vor dem ältesten Gewerbe der Welt nicht halt.

Das sei erst mal nicht schlimm, findet Elke Winkelmann. Schließlich bietet das Internet viele Vorteile, auch für klassische Bordellbetreiber wie sie. Winkelmann kennt beide Seiten. Früher hat sie selbst als Prostituierte gearbeitet, heute vermietet sie die Zimmer in ihrem Berliner Freudenhaus Hase an andere. Auf ihrer Homepage ist jede Frau mit einer eigenen Sed-Karte gelistet. Den Kontakt zu ihren Kunden stellen die Frauen selbst her.

Print article

Leave a Reply

Please complete required fields