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Porsche Cayenne Coupé: Zweitonner auf leichteren Füßen

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Heißt „Coupé“ und ist 20 Millimeter niedriger und hinten 18 Millimeter breiter

Aus dem Porsche Cayenne wird das Porsche Cayenne Coupé. Es fährt sich wie ein leichtfüßiger Sportwagen. Doch das Coupé ist zu nah am SUV.

Jeder Hersteller kann seine Autos nennen, wie er will. Ob Porsche mit der Bezeichnung „Coupé“ für das neue, im Vergleich zum – weiter angebotenen – Cayenne SUV 20 Millimeter niedrigere und hinten 18 Millimeter breitere Cayenne-Derivat dieses Etikett stilgerecht einsetzt, ist Ansichtssache. Immerhin kann nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem knapp fünf Meter langen, 2030 bis 2200 Kilogramm wiegenden Vier- oder Fünfsitzer festgestellt werden: Dieses SUV-Coupé fährt wie ein leichtfüßiger Sportwagen.

Vorerst gibt es drei Motorversionen, zwei V6-Triebwerke mit je drei Liter Hubraum und ein Vierliter-V8, alles Ottos. Die Achtgang-Tiptronic leitet schnell schaltend die Kräfte an den elektronisch gesteuerten Allradantrieb weiter. Dabei geht es immerhin um 340, 440 und 550 PS und um Büffeldrehmomente von 450, 550 und 770 Nm. Die V6er kommen laut Hersteller auf 243 und 263 km/h, der V8 auf 286. Aber die Faszination der großen Coupé-Körper liefern andere Eigenschaften.

So entsteht trotz der noch immer hohen Sitzposition rasch eine tiefe Vertrautheit mit den messerscharfen Möglichkeiten des Fahrwerks und der riesigen Bremsscheiben. Bei höheren Drehzahlen fressen sich Gaswechselgeräusche in die Ohrmuscheln der Insassen, die zunächst süchtig und dann schwerhörig machen.

Die nach dem kombinierten Messverfahren ermittelten Verbrauchswerte von 9,3 Liter für die V6 und 11,3 Liter beim V8 klingen gut, hatten aber bei unseren ersten, nicht jederzeit zurückhaltenden Probefahrten keinen Bestand. Ohne den Einsatz exakter Messtechnik dazu nur so viel: Die Werte lagen höher.

Leistung hat eben ihren Preis, und Porsche wäre nicht Porsche, wenn die Schwaben beim angeblich feiner austarierten Coupé nicht auch ein bisschen ans Geld gedacht hätten. Im Vergleich zu den leistungsgleichen, in der Ausstattung nicht ganz so raffiniert angefütterten SUV-Versionen ist es jeweils ein paar Tausender teurer. Das Cayenne Coupé wird mit 83.711 Euro ausgezeichnet, für das S Coupé werden feinsinnige 99.657 Euro gefordert, und für das Turbo Coupé mit dem scharf-bullerigen V8 sind mindestens 146.662 Euro fällig.

Während die Frontpartie unverändert vom SUV stammt, sind Dach, Seitenlinie und die Schultern des Hecks gleitender gestaltet. Und die Rücksitze liegen um 30 Millimeter tiefer, so bleibt trotz des niedrigeren und sehr entschlossen abfallenden Dachs noch guter Raum über den Scheiteln. Ob sich daraus, die Eleganz eines Coupés ergibt, werden die Kunden entscheiden. Mancher hätte sich weniger Nähe zum Cayenne SUV und mehr Coupé-Aufwand erträumt.