Finanzen

Zweifel an Kreditwürdigkeit: Italien droht der Ramschstatus

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Die italienischen Staatsanleihen stehen kurz über Ramschniveau.

Der hochverschuldete Staat bangt um seine Ratings. Die schwache Konjunktur gefährdet die Haushaltsziele und die Kreditwürdigkeit. Für die Staatsanleihen ist das ein hohes Risiko.

Die Zweifel an Italiens Kreditwürdigkeit nehmen zu. An den Finanzmärkten steigt die Nervosität, weil dem hochverschuldeten Land der Ramschstatus droht. Dann dürfen die Staatsanleihen nicht mehr von großen Investoren wie Pensionsfonds oder Versicherern gehalten werden. Am Freitag gab die Ratingagentur Fitch nach Redaktionsschluss ihre Einschätzung bekannt. An den Märkten wurde eine Herabstufung erwartet. Denn im Vorfeld zogen die Renditen der Staatsanleihen an, was mit entsprechenden Kursverlusten verbunden ist. Bislang hat Fitch Italien mit „BBB“ bewertet. Das sind zwei Stufen über dem Ramschstatus. Dort steht das Land auch bei Standard&Poor’s, während Moody’s mit „Baa3“ schon am untersten Ende angelangt ist, was noch als investitionswürdig (Investment Grade) gilt.

Dieser Status ist an den Finanzmärkten vor allem für Staatsanleihen von hoher Bedeutung. Denn institutionelle Investoren sind entweder gesetzlich oder nach eigenen Kriterien dazu verpflichtet, nur Anleihen mit dieser Qualität zu halten. Hinzu kommt, dass Staatsanleihen nur dann als Sicherheit für Finanzierungsgeschäfte eingesetzt werden können, wenn sie ein ausreichend gutes Rating haben. Die Europäische Zentralbank (EZB) verlangt mindestens ein Investment-Grade-Rating, damit die Papiere von den Banken in Finanzierungsgeschäften als Pfand eingesetzt werden können. Verliert Italien diesen Status, dann werden die Staatsanleihen auch für die Investoren wertloser. Das würde die Finanzierung des hochverschuldeten Staates an den Kapitalmärkten erschweren.