
Eine Ära geht zu Ende: Seit 1914 gibt es die Traditionsmarke Merrill Lynch. Doch nun verschwindet das mehr als 100 Jahre alte Wall-Street-Haus aus dem Investmentbanking.
Die traditionsreiche Marke Merrill Lynch verschwindet aus der Welt des Investmentbankings. Die Bank of America, die das mehr als 100 Jahre alte Wall-Street-Haus in der Finanzkrise übernommen hatte, will den Namen im Kapitalmarktgeschäft weitgehend streichen.
In der Vermögensverwaltung und Investmentsparte bleibe lediglich die Kurzform Merrill als Zweitmarke bestehen, teilte das Geldhaus am Montag in Charlotte (Bundesstaat North Carolina) mit.
Merrill Lynch wurde 1914 von Charles Merrill gegründet, noch im gleichen Jahr kam Edmund Lynch dazu. Es folgte eine rasche Expansion, das Firmenlogo mit dem Bullen wurde zu einer festen Größe. „Mother Merrill“ gilt an der Wall Street als Wegbereiter des Massengeschäfts, der Kleinanleger an die Aktienmärkte holte.
Der Crash im Zuge des Kollapses des amerikanischen Häusermarkts 2007 brachte das Institut jedoch ins Wanken und führte 2009 zur Übernahme durch die Bank of America.
