Gesellschaft

Paris: Busfahrer wirft Passagiere raus, die Rollstuhlfahrer keinen Platz machen

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Ein Bus des RATP, der staatliche Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in Paris

Weil sie einen Rollstuhlfahrer nicht hinein lassen wollten, hat ein Busfahrer in Paris sämtliche Passagiere hinausgeworfen – und nur den Mann im Rollstuhl mitfahren lassen. Nun ist er ein Held.

„Endstation! Alle raus!“, soll ein Busfahrer in Paris gerufen und alle Passagiere aus seinem Bus geworfen haben. Mit dieser ungewöhnlichen Aktion wurde er nun zum Held der Straßen von Paris.

Die Passagiere des Busses hatten zuvor keinen Platz für einen Mann im Rollstuhl gemacht. Sie wollten sich offenbar nicht zusammendrängen und bewegten sich nicht, sodass der Rollstuhlfahrer François Le Berre vor dem Bus warten musste und nicht hineinfahren konnte. Als der Busfahrer davon Notiz nahm, warf er kurzerhand sämtliche Passagiere hinaus.

„Sie können hineinkommen. Alle anderen warten auf den nächsten Bus“, soll der Fahrer zu Le Berre gesagt haben. Dies berichtete Le Berre, der an Multiple Sklerose leidet und wegen der Krankheit im Rollstuhl sitzt, auf dem Twitter-Account „Accessible Pour Tous“ („barrierefrei“). Der Tweet des inklusiven Accounts wurde inzwischen über fünftausend Mal retweetet.

Für gewöhnlich gibt es in den Bussen von Paris ein oder zwei behindertengerechte Plätze, wie „Le Point“ berichet, die aber offenbar niemand für Le Berre freigeben wollte. Der konsequente Busfahrer erhielt in den sozialen Medien viel Lob für sein Durchgreifen, einige Nutzer nennen ihn einen Helden, andere schreiben, er habe eine Medaille verdient.