Motor

Design bei Mercedes-Benz: Zwei Fäuste für ein Halleluja

• Bookmarks: 17


Die Zukunft hat noch nicht begonnen – die Visionäre der Mercedes Benz Future World stellen sie sich aber gerne schon einmal vor.

Gorden Wagener hat das Design von Mercedes-Benz auf den Kopf gestellt. Was plant er jetzt? Und was wird aus Smart?

Im Oktober 1997 begann das zweite, das aufregendere Leben von Mercedes-Benz: Da kullerte die A-Klasse in den Markt und entwickelte sich trotz „Elchtest“ nicht nur zu einem veritablen Erfolg, sondern war auch der Start für heftiges Wachstum. Vor allem für die Marke Mercedes-Benz ging es mit stürmischem Ausbau der Modellfamilie nach der Rückabwicklung des Chrysler-Kaufs steil nach oben. Dabei hat ein Designer die Schlüsselposition übernommen: Gorden Wagener kam 1997 zu Mercedes-Benz, zeichnete erst in Amerika, poliert seit zehn Jahren in Sindelfingen am Glanz des Sterns und baut jetzt als Chefdesigner (CDO) an der Zukunft des Daimler-Konzerns.

2009 prägte er die Design-Philosophie der „Sinnlichen Klarheit“, jetzt hat er seine Strategie für die schwäbische Mehrmarken-Gruppe vorgestellt und auf den Punkt gebracht: „Luxus ist der zentrale Begriff für unsere Arbeit, und Design inszeniert die Marken“, sagt Wagener und wirkt dabei nicht unzufrieden. Schließlich ist seine Markenstrategie nicht weniger als ein gut definierter Fahr- und Terminplan für die wichtigsten Modelle des gesamten Daimler-Konzerns. Kein anderer Stern-Designer hatte jemals mehr Einfluss auf mehr Formen und eine höhere Vielfalt der Mercedes-Benz-Modelle.