
Kinder am Handy: Es fehlt am emotionalen Austausch, sagt die Forscherin.
Die Jugend ist heute depressiver, einsamer und unglücklicher als früher. Dafür verantwortlich: Handys. Das behauptet zumindest Psychologin Jean Twenge und hat einige Belege.
Frau Twenge, Sie sagen, die heute 13- bis 23-Jährigen leiden psychisch darunter, ständig Textnachrichten auf ihrem Handy zu schreiben, anstatt ihre Freunde persönlich zu treffen.
Das sagen die Daten. Ich habe Langzeitbefragungen ausgewertet, in denen jungen Menschen immer wieder dieselben Fragen gestellt worden sind, über Jahrzehnte hinweg. Um 2012 herum stürzten die Kurven auf einmal steil ab – der emotionale Zustand und das Verhalten der Jugendlichen änderte sich schlagartig. Das waren exakt die Jahre, in denen sich immer mehr Menschen Smartphones anschafften.
