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Gesundheitsnotstand verhängt: „Die schlimmste Drogenkrise in der Geschichte Amerikas“

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Der amerikanische Präsident Donald Trump hat am Donnerstag im Weißen Haus für sein Land den nationalen Gesundheitsnotstand verhängt.

Die Zahl der Drogentoten ist in Amerika in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Wegen des Missbrauchs von Heroin und Opioiden hat Trump jetzt den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat angesichts eines massenhaften Missbrauchs von Heroin und anderen Opioiden in den Vereinigten Staaten einen nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Es handele sich um die schlimmste Drogenkrise in der amerikanischen Geschichte, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus in Washington. Es sei an der Zeit, Amerikas Gemeinden von der Geißel der Sucht zu befreien. „Wir können die Generation sein, die die Opioidepidemie beendet.“

Zusätzliches Geld wird mit der Maßnahme allerdings nicht zur Verfügung gestellt. Stattdessen sollen Mittel aus bestehenden Töpfen umgeschichtet werden und besonders schlimm betroffene Bundesstaaten mehr Spielraum bekommen. Das Gesundheitsministerium will zudem Stellen schneller besetzen, um Staaten personell zu unterstützen. Manche Experten erklärten, die Schritte gingen nicht weit genug.

Amerika kämpft seit einigen Jahren mit einem verheerenden Anstieg der Drogentoten – vor allem durch Heroin und andere Opioide. Jeden Tag sterben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC im Schnitt 91 Menschen an einer Opioid-Überdosis. Dazu gehören auch Mittel, die als Medikamente eingesetzt werden.

Im Jahr 2015 gab es insgesamt rund 52.000 Drogentote, 33.000 von ihnen hatten Opioide genommen. Nach vorläufigen Angaben stiegen die Zahlen 2016 weiter an. In Deutschland starben im vergangenen Jahr 1333 Menschen, weil sie illegale Substanzen wie Heroin, Kokain oder Crack konsumiert hatten.

Verschreibungspflichtige Schmerzmittel erhöhen Suchtgefahr

Viele Abhängige in den Vereinigten Staaten sind über verschreibungspflichtige Schmerzmittel wie Oxycodon in die Heroinsucht gerutscht. Seit den 1990er Jahren wurden die Medikamente sehr freizügig verschrieben. Studien hatten Hinweise geliefert, dass die Suchtgefahr gar nicht so groß sei. Das ist inzwischen widerlegt.