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So bearbeitet man Dokumente mit dem Tablet

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Good Reader mit Dropbox-Anbindung auf dem iPad

Mit den richtigen Apps lassen sich Dokumente aller Art auf dem Tablet anzeigen und bearbeiten. Diese PDF-Software empfiehlt sich für iPad & Co.

Ein Tablet PC eignet sich nicht nur als elektronisches Lesegerät für Bücher oder Internetseiten. Auch die eigenen Dokumente bis hin zu dicken Akten kann man unterwegs mit ihm bequem lesen oder bearbeiten, sofern sie digital vorliegen. An manchen Universitäten haben Studenten sämtliche Unterlagen für ein ganzes Semester auf ihrem iPad. Meist dient das fast 25 Jahre alte PDF als „Portable Document Format“ im Wortsinne. Das Dateiformat für elektronische Schriftstücke von Adobe lässt sich unabhängig von Betriebssystem und Hardware auf nahezu allen Geräten originalgetreu anzeigen. PDF ist nicht unstrittig, und Adobe steht immer wieder im Zentrum der Kritik. Aber wenn sich PDF nunmehr fast ein Vierteljahrhundert gehalten hat, kommt man gegen diesen Standard wohl nicht mehr an.

Wir haben ausprobiert, wie man PDF-Dokumente am besten auf dem iPad liest und bearbeitet. Viele der hier vorgestellten Apps gibt es übrigens auch für Android. Zum Lesen braucht es nicht viel, vorausgesetzt, man holt sich seine Daten mit einem Cloudspeicher wie der Dropbox oder Microsoft Onedrive auf den Flachrechner. Die PDF-Anzeige ist dann bereits eingebaut. Mit einem einzigen Fingertipp auf das seitlich anzeigte Dokument pustet die Dropbox ihre PDF-Darstellung sogar bildschirmfüllend auf.

45613283 In Good Notes legt man Notizbücher an

Mit dem Stiftsymbol über dem Quadrat unten rechts öffnet sich in der Dropbox das Menü, welches eine Weitergabe des Dokuments an den Acrobat Reader von Adobe startet. Diese App ist gratis und erlaubt nicht nur die Anzeige des PDF, sondern bietet rudimentäre Bearbeitungsmöglichkeiten: Text mit einem Textmarker hervorheben, durchstreichen, Text in eine Box schreiben und freihändiges Zeichnen. Über das Menü Datei freigeben lässt sich das Dokument speichern, in zwei verschiedenen PDF-Formaten und sogar an Orten jenseits des Originalspeicherorts. Letzteres ist ein bisschen kompliziert, zumindest, wenn man gern und oft zwischendurch seine änderungen sichert.

Wer mehr Optionen sucht und es gewohnt ist, in den Unterlagen zu malen oder große Fragezeichen an den Rand zu schreiben, werfe einen Blick auf die App Good Notes von Time Base Technology. Sie kostet acht Euro und ist ihr Geld wert. Zunächst gestattet sie das Arbeiten mit einem Stift, selbst wenn man nicht die teuren iPad-Pro-Modelle besitzt, die mit dem Apple Pencil zusammenarbeiten. Good Notes unterstützt auf allen iPads die Eingabegeräte von Adonit, Pencil von Fifty Three, Pogo Connect und Wacom. Wir probierten einen Adonit aus, er wird mit Bluetooth angekoppelt und erlaubt auf einfachste Weise den Einsatz als Textmarker oder das Hervorheben einzelner Passagen.

45613290 PDF ist noch immer das zentrale Format

Geht es ums Schreiben auf der Anzeige, sind zwar etliche Komfortmerkmale enthalten, etwa die Erkennung der aufliegenden Hand. Aber es wird doch ein ziemliches Gekritzel. Der Apple Pencil auf einem iPad Pro liefert eine deutlich bessere Qualität, kein anderer Stift ist so präzise und verhält sich so wie sein reales Pendant auf echtem Papier. Die Stifte von Drittanbietern bleiben ein Behelf. Indes hat Good Notes ein raffiniertes Detail, das sich beim Schreiben von Text bewährt: Im unteren Bereich des Bildschirms lässt sich ein Zoom-Fenster einblenden, um mit großer Schrift Texte zu erfassen. Beim Schreiben rückt das Fenster automatisch mit dem Schreibfluss nach rechts – da hat jemand mitgedacht.