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Apple hält die Luft an und sieht rot

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Das neue iPad von Apple in 9,7 Zoll.

Ob „Silent Refresh“ oder „Nicht genug für eine Keynote“: Apple hat ein neues iPad in seinen Online-Laden gestellt. Attraktiv daran ist etwas, wofür Apple nicht gerade bekannt ist. Und dann gibt es noch ein „neues“ iPhone.

Es ist nicht das erste Mal, dass Apple seine Produktreihe ohne Tamtam erweitert, also ohne eine Keynote mit ausgewählten Journalisten. Das liegt dieses Mal wohl daran, dass sich das neue iPad nicht sehr vom alten unterscheidet. Schreit man die Neuigkeit ungefiltert und unkritisch in die Welt hinaus, wie es der Hersteller verständlicherweise tut, hört es sich so an: „Neues 9,7 Zoll iPad mit atemberaubendem Retina Display & unglaublicher Performance“.

Schaut man genauer nach und ordnet das neue iPad in die Tabletreihe von Apple ein, stellt man fest, dass es sich eigentlich um das iPad Air 3 handelt. Doch die Luft ist raus und es gibt ab heute nur noch ein iPad Pro (in 9,7 und 12,9 Zoll), das iPad mini 4 und eben das iPad.

iPad2 Das Display hat nach wie vor eine Auflösung von 2048 x 1536 Pixel.Bilderstrecke

Dessen Retina-Display hat nach wie vor eine Auflösung von 2048 x 1536 Pixel, kommt nun in der Grundausstattung mit 32 statt 16 Gigabyte internem Speicher, ist mit den Maßen von 240 x 169,5 x 6,1 Millimeter sogar etwas dicker geworden (so dick wie das iPad Air war) und hat leicht zugenommen. Denn die W-Lan-Version wiegt 469 und die Mobilfunk-Variante 478 Gramm. Und das neue iPad ist natürlich schneller als sein luftiger Vorgänger. In ihm steckt nun der A9-Chip.

Es gilt wie immer: Auch das iPad Air 2 war verdammt schnell. Wozu sollte man also das neue kaufen? Wenn man ein sehr altes iPad oder gar keines hat. Denn es kostet „nur“ 399 Euro (die Mobilfunkvariante 559 Euro). Das ist die Nachricht und das ist Apples Kampfansage. Nun lockt man etwas stärker als bisher die Tablet-Einsteiger und sparsamen Kunden, denen das iPad vielleicht zu teuer war und sich bei der Android-Konkurrenz umgeschaut haben. Huawei hat nicht nur bei den Smartphones günstige und ebenfalls hochwertige Alternativen im Angebot.

Im oberen Segment ist das Unternehmen mit dem teuren iPad Pro, das zudem mit dem – ebenfalls nicht günstigen – Pencil bedient werden kann, sehr gut aufgestellt. Dort fährt momentan die Konkurrenz aus Korea verstärkt auf. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat Samsung das Galaxy Tab S3 vorgestellt, das in Preis und Ausstattung mit den iPad-Pro-Modellen von Apple konkurrieren soll und seit dem 9. März vorbestellt werden kann.

Rot gegen Aids

Und das neue iPhone? Gibt es jetzt in roter Farbe. Es nennt sich „(Produkt)red Special Edition“. Wer gerne rot sieht, leistet zudem einen „Beitrag zum Global Fund zum Kampf gegen Aids“. Wie auch bei den anderen Modellen werden 869 Euro mit 128 Gigabyte internem Speicher fällig. In dieser obersten Smartphone-Klasse ist im Vergleich zum Tablet-Markt noch sehr viel mehr los, wie man auf dem Mobile World Congress sehen konnte.