
Nach zahlreichen Protesten hatte die französische Werbeaufsicht von der Modemarke Saint Laurent verlangt, umstrittene Werbeplakate zu entfernen. Jetzt sind sie von den Straßen der Hauptstadt verschwunden.
Umstrittene Schockplakate des Luxus-Modehauses Saint Laurent sind in Paris abgehängt worden. Das bestätigte der Generaldirektor der Werbeaufsicht ARPP, Stéphane Martin, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Paris. Die ARPP hatte das Modehaus zuvor aufgefordert, die von Kritikern als sexistisch gebrandmarkte Werbekampagne einzustellen. Bereits am Donnerstag waren die Plakate an zentralen Stellen der Hauptstadt verschwunden.
Die von der Branche getragene Einrichtung hatte von einer „Instrumentalisierung von Frauen“ gesprochen, die zu Sex-Objekten degradiert würden. Es gingen über 200 Beschwerden ein. Die Jury der ARPP wolle an diesem Montag (13.3.) ihre Einschätzung des Falls öffentlich machen, sagte Martin.
Eines der umstrittenen Plakate zeigt eine Frau mit gespreizten Beinen und Netzstrümpfen, ein anderes ein Mager-Model, das sich über einem Hocker abstützt. Unter Spitzenabsätzen trägt die gebeugte junge Frau Rollschuhe.
