
Nicht die Konjunktur, sondern die Politik treibt die Fondsmanager um. Sorgen um den Fortbestand Europas und die Furcht vor Handelskriegen lassen viele zu Gold greifen.
Institutionelle Anleger sind zuversichtlicher geworden. Dies ergibt eine Umfrage von Bank of America Merrill Lynch unter 210 Fondsmanagern auf der Welt, die rund 632 Milliarden Dollar verwalten. Ein knappes Viertel der Investoren blickt sehr optimistisch auf die Weltwirtschaft und erwartet ein überdurchschnittliches Wachstum sowie höhere Inflationsraten. Vor einem Jahr dachte nur 1 Prozent so.
Als Hauptrisiken für den Markt hingegen wertet rund ein Drittel der Fondsmanager ein durch die bevorstehenden Wahlen in Europa zunehmendes Auseinanderfallen, kaum weniger fürchten Handelskriege und Protektionismus und 13 Prozent einen Zusammenbruch des Anleihemarktes. Netto 28 Prozent der Investoren – um diesen Wert übersteigt der Anteil der Optimisten den der Pessimisten – halten den Dollar für überbewertet. Dies ist der höchste Wert seit September 2006.
Als bestes schützendes Investment wird Gold gesehen. Dabei halte ein Höchstwert von netto 15 Prozent der Investoren das Edelmetall für unterbewertet, heißt es von Bank of America Merrill Lynch. Der durchschnittliche Anteil der Barmittel in den Portfolios ist seit Januar leicht auf 4,9 Prozent gefallen. Im Zehn-Jahres-Durchschnitt sind es 4,5 Prozent.
