
Der Online-Versandhändler Amazon hat seine Geschäftszahlen vorgelegt. Das Unternehmen kann nicht klagen, aber: Es könnte besser laufen.
Der Online-Händler Amazon hat mit seinem am Donnerstag nach Börsenschluss vorgelegten Quartalsbericht ein gemischtes Bild geliefert: Der Konzern machte mehr Gewinn als erwartet, blieb aber mit seinem Umsatz etwas hinter den Vorgaben von Analysten zurück. Der Aktienkurs verlor nachbörslich zeitweise fast 4 Prozent an Wert. Das muss aber nicht allzu viel bedeuten. Auch auf den letzten Quartalsbericht reagierte die Börse zunächst negativ, seither ist der Aktienkurs aber wieder deutlich gestiegen. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Amazon-Aktie mehr als 40 Prozent an Wert gewonnen.
Für das abgelaufene Quartal meldete Amazon einen Umsatzsprung um 22 Prozent auf 43,8 Milliarden Dollar. Das ist zwar ein stattliches Wachstum, aber Analysten hatten auf 44,7 Milliarden Dollar gehofft. Der Nettogewinn kletterte um 55 Prozent auf 749 Millionen Dollar. Es war das siebte profitable Quartal in Folge, was für Amazon bemerkenswert ist, da der Konzern früher regelmäßig Verluste ausgewiesen hat.
Der Gewinn je Aktie von 1,54 Dollar war um 19 Cent besser als erwartet. Besonders gut schnitt einmal mehr Amazon Web Services (AWS) ab, die Sparte für „Cloud Computing“. AWS stellt Computerkapazitäten für Unternehmen und Behörden bereit, die ihre Informationstechnik ins Internet verlagern wollen. Der Umsatz der Sparte stieg um 47 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar, und sie brachte einen Betriebsgewinn von 926 Millionen Dollar.
Für das erste Quartal sagt Amazon einen Umsatz zwischen 33,3 Milliarden und 35,8 Milliarden Dollar voraus, was einem Wachstum von 14 bis 23 Prozent entsprechen würde. Das war weniger als erwartet und könnte bedeuten, dass sich das Wachstum deutlich abschwächen könnte. Amazon sagt außerdem einen Betriebsgewinn zwischen 250 Millionen und 900 Millionen Dollar voraus, was unterhalb des Vorjahreswertes von 1,1 Milliarden Dollar liegen würde.
