
Während Donald Trump gegen Deutschland poltert, mahnt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Röttgen zu Besonnenheit. Trump sei nun mal gewählt – „ob es uns passt oder nicht“.
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), hat vor vorschnellen Urteilen über die künftige amerikanische Außenpolitik unter dem kommenden Präsidenten Donald Trump gewarnt. „Die große, offene Frage ist, welcher außenpolitische Ansatz sich in den Vereinigten Staaten durchsetzen wird“, sagte Röttgen der Zeitung „Heilbronner Stimme“ (Monntagsausgabe).
„Natürlich gibt es Anlass zur Sorge. Aber wir müssen auch sehen, dass nach meiner Einschätzung noch gar nicht wirklich über die Grundzüge der künftigen amerikanischen Außenpolitik entschieden worden ist.“
Wenige Tage vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten sagte Röttgen: „Donald Trump, ob es uns gefällt oder nicht, ist der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Amerika nehme „für die Sicherheit Europas, auch nach dem Ende des Kalten Krieges, eine nicht ersetzbare Rolle ein. Daraus folgt, dass wir das transatlantische Verhältnis auch unter Trump so gestalten, dass es unseren Sicherheitsinteressen gerecht wird. Ich empfehle einen realpolitischen Umgang mit Trump.“
Trump bezeichnete in einem Interview mit der Bild-Zeitung das transatlantische Verteidigungsbündnis Nato als obsolet und kritisierte die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel als „äußerst verheerenden Fehler“. Die Amtseinführung Trumps findet am Freitag statt.
