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Schwacher Euro hievt Dax ins Plus

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Die Börse in Frankfurt

Der deutsche Leitindex ist am Donnerstag mit einem Plus aus dem Handel gegangen. Der schwache Euro verlieh positive Impulse. Zu den größten Verlierern gehörten RWE und Henkel.

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem verhaltenen Handelsverlauf in die Gewinnzone gerettet. Am Ende stand ein Plus von 0,2 Prozent auf 10.685,5 Punkte. Etwas Rückenwind kam vom schwachen Euro, der von Hinweisen auf eine baldige Leitzinserhöhung in den Vereinigten Staaten belastet wurde. Eine schwache Gemeinschaftswährung kann die Exportchancen deutscher Unternehmen erhöhen.

Etwas besser als der Dax schlug sich der breitere Markt: Im Mittelwerteindex M-Dax stand ein Gewinn von 0,6 Prozent auf 20.587,3 Punkte zu Buche, und für den Technologiewerteindex Tec-Dax ging es um 0,5 Prozent auf 1725,4 Punkte bergauf.

In den Vereinigten Staaten scheint eine zweite Leitzinsanhebung nach der Finanzkrise näher zu rücken. Ein solcher Schritt könne „relativ bald“ angemessen sein, sagte die Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Fed, Janet Yellen, laut einem Redetext vor einem Kongressausschuss. Damit wird eine Straffung der Geldpolitik bereits im Dezember immer wahrscheinlicher. Steigende Zinsen würden Aktien gegenüber Anleihen unattraktiver machen.

Henkel enttäuscht die Anleger

Auf Unternehmensseite enttäuschte der Konsumgüterkonzern Henkel die Anleger mit seinen neuen mittelfristigen Wachstumszielen. Die Aktien büßten gut ein Prozent ein. Zu den größten Verlierern gehörten auch die RWE-Aktien. Nach dem kurzen Lichtblick, den am Vortag recht positive Analysteneinschätzungen gebracht hatten, knüpften sie mit knapp 2 Prozent Minus an ihren jüngsten Abwärtstrend an. Anteile des RWE-Wettbewerbers Eon fielen am Dax-Ende um 2,4 Prozent. Den Spitzenplatz sicherten sich die Papiere des Sportartikelherstellers Adidas mit einem Plus von rund 1,5 Prozent.

Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 stieg um 0,5 Prozent auf 3041,8 Punkte. Der Pariser CAC-40-Index und der Londoner FTSE 100 legten ähnlich deutlich zu. Der amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial hingegen kam zum europäischen Handelsschluss kaum vom Fleck.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,13 Prozent am Vortag auf 0,09 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 141,70 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,10 Prozent auf 160,72 Punkte zu. Der Kurs des Euro geriet unter Druck und notierte zuletzt bei 1,0654 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0717 (Mittwoch: 1,0702) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9331 (0,9344) Euro.