Wirtschaft

„Die Amerikaner lieben deutsche Produkte – das ändert sich nicht“

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Rainer Dulger ist Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall.

Amerika ist das wichtigste Exportziel deutscher Unternehmen. Das wird auch so bleiben, gibt sich ein Industrie-Vertreter zuversichtlich. Er erklärt auch wieso.

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie setzt auch unter dem künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf florierende Geschäfte mit den Vereinigten Staaten. „Die Amerikaner lieben deutsche Produkte, das wird sich auch unter Donald Trump nicht ändern“, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Rainer Dulger, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Er sei zudem davon überzeugt, dass der Präsident Trump ein anderer sein werde als der Wahlkämpfer Trump, der als Freihandelsgegner gilt und im Rennen um das Weiße Haus mit einem stärkeren Schutz von amerikanischen Firmen geworben hatte. Dulger warnte die neue Regierung in Washington aber auch vor Protektionismus. „Wenn Trump Handelsbeschränkungen in die Wege leiten will, dann sollte er bedenken: Auch in den Vereinigten Staaten wird für den Export produziert.“

So exportierten alleine die deutschen Autobauer sechs von zehn der in Amerika gefertigten Fahrzeuge ins Ausland. An dieser Produktion hingen Zehntausende Jobs, sagte Dulger.

Da erscheine es für die den wichtigsten Exportpartner der deutschen Metall- und Elektroindustrie wenig ratsam, Zugbrücken hochzuziehen und auf Protektionismus zu setzen. Denn eines sei klar: „Wenn der Import von deutschen Gütern in die Vereinigten Staaten behindert wird, dann wird umgekehrt wahrscheinlich auch der Export von amerikanischen Gütern in die EU behindert werden.“