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Keine Fingerabdrücke auf den Bildschirm

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Apple-Chef Tim Cook stellte die neuen Macbooks persönlich vor.

Apple hat seine Macbook-Reihe überarbeitet und verabschiedet sich von den Funktionstasten. Statt dessen gibt es ein Display, mit dem man auch bezahlen kann.

Wie bedient man den Rechner der Zukunft? Mit dem Finger auf dem Display oder mit der gewohnten Tastatur? Apple entscheidet sich für eine Mischform und stellte am Donnerstag in Cupertino zwei neue Notebooks als Flaggschiffe der Macbook-Pro-Reihe vor. Die beiden Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 13 und 15 Zoll bringen aktuelle Prozessoren und eine verbesserte Ausstattung mit, aber ein Detail sticht sofort hervor: Es ist ein Oled-Display anstelle der obersten Reihe der Tastatur. Wo üblicherweise die Funktionstasten sitzen, gibt es nun eine flexibel anpassbare Display-Leiste, die zudem einen biometrischen Fingerabdruckscanner enthält.

43072069 Das Display dient auch als Fingerabdruck-Scanner.

Ein Funktionstastendisplay, das die zum aktiven Programm gehörenden Befehle anbietet, gibt es auch bei anderen Herstellern. Auch der Fingerabdruckscanner ist nicht originell. Der Schachzug von Apple besteht in der Kombination beider Elemente und die Ausweitung der Funktionalität. Die von Apple so genannte Touch Bar ändert ihre Farbe oder die Breite der virtuellen Tasten und erlaubt die Bedienung mit Multitouch-Gesten. Sie hat sogar eine Wortrate-Funktion für die Texteingabe. Im Unterschied zu Microsoft trennt Apple also Anzeige und Bedienung.

43072100 Die Buttons auf dem Display sollen zur aktuellen Anwendung passen.

In Verbindung mit der bei Apple Touch-ID genannten biometrischen Identifizierung lassen sich neue Sicherheits- und Bezahlfunktionen realisieren. Seit Kurzem kann das Bezahlsystem Apple Pay auch Zahlungen im Web-Browser abwickeln, und so fügt sich nun eins zum anderen: Mit der Sensorleiste meldet man sich schnell an und bezahlt Einkäufe per Fingerabdruck. Jedenfalls in Amerika und einigen anderen Ländern. In Deutschland ist Apple Pay noch nicht verfügbar.

43072125 Die neuen Macbooks sind sehr schmal und leicht.

Die beiden neuen Macbook Pro sind deutlich kompakter, leichter und dünner als die Vorgängermodelle. Das 13-Zoll-Gerät ist nur 14,9 Millimeter dick. Beide haben ein Retina-Display sowie Core-i5- oder Core-i7-Prozessoren, die auf 8 oder 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen können. Die Anzeige soll heller und kontrastreicher denn je sein. Als Massenspeicher kommen Flash-Laufwerke mit Kapazitäten von 256 Gigabyte bis zwei Terabyte zum Einsatz.

43072231 Die neuen Macbooks haben keinen HDMI-Anschluss und keinen Kartenleser mehr.

Wieder einmal hat Apple die Ausstattung mit Schnittstellen überarbeitet. Statt Thunderbolt 2 und USB 3 kommt nun der junge Standard Thunderbolt – USB C (3.1) zum Einsatz, und zwar gleich vier Mal. Jeder USB-C-Port kann zum Laden des Akkus verwendet werden. ältere Schnittstellen wie HDMI und der SD-Kartenleser entfallen. Die Akkus bieten eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden. Die beiden neuen Rechner kommen zu Preisen von 2000 Euro an in den Handel und sind sofort lieferbar.

43071555 In Deutschland werden die neuen Macbooks um 2000 Euro kosten.

Eine dritte Neuvorstellung ist ein kleines Macbook Pro mit 13-Zoll-Display und herkömmlicher Funktionstastenleiste. Es hat nur zwei USB-C-Ports, einen Core-i5-Prozessor, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 256 Gigabyte Flashspeicher und kostet 1700 Euro. Die Macbook-Air-Modellreihe und die iMac-Rechner werden also vorerst nicht modernisiert.

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