Audio & Video

Es gibt wieder was auf die Ohren

• Bookmarks: 18


Sicherlich ein Highlight auf der Messe: Der HE1060 von Sennheiser…

Wer ein Fan von Kopfhörern ist, hat einmal im Jahr einen Pflichttermin. Auf der Can Jam in Essen kann man an diesem Wochenende so ziemlich jedes Modell hören, das von Bedeutung ist.

Es geht stetig aufwärts 42510123 … dessen wesentlicher Bestandteil der dazugehörige Verstärker ist. Das Paket kostet 50000 Euro.Bilderstrecke

Ein Highlight ist sicherlich der HE1060 von Sennheiser. Die Neuauflage des legendären Orpheus bekommt man schon deshalb selten zu hören, weil er so teuer ist und nur bei wenigen Händlern zur Vorführung steht. Er kostet nämlich 50.000 Euro. Am Sennheiser-Stand werden sich sicherlich Schlangen bilden. Auch noch ziemlich teuer sind die elektrostatischen Kopfhörer von Stax. Die Japaner haben in diesem Jahr ein neues Modell herausgebracht. Der SR-L700 wird in Essen auf seine Hörer warten.

Natürlich dürfen auch die hochpreisigen Modelle von Audeze nicht fehlen. Klanglich und preislich spielt da zum Beispiel der LCD 4 ganz vorne mit, der bei 4000 Euro liegt. Und wenn wir schon dabei ist: Der Hifiman HE-1000 spielt in einer ähnlichen Klang- und Preisliga und ist jede Sekunde wert, in der man ihn hören darf.

Wer weniger auf High-End-Sound und mehr auf Studio-Klang steht, kommt ebenfalls auf seine Kosten. So bringt zum Beispiel Beyerdynamic seine beiden Modelle DT1770 und DT1990 mit. Der eine Kopfhörer ist geschlossen, der andere offen, beide für den Einsatz im Studio gedacht. In diesem Bereich tauchen häufiger auch Geräte von SPL auf. Am Stand des Herstellers wird zum Beispiel der neue Kopfhörerverstärker Phonitor x und Phonitor e stehen. Auch Besucher, die beruflich mit Kopfhörern zu tun haben, kommen also auf ihre Kosten.

Magnetostaten und Elektrostaten als In-Ear-Modell

Ganz spezielle Produkte kommen dieses Mal unter anderem aus dem Bereich der In-Ear-Kopfhörer. Audeze hat sich seit Jahren auf magnetostatische Kopfhörer spezialisiert. Bisher brachte das amerikanische Unternehmen mächtige ohrumschließende Modelle heraus. Nun beginnt man mit dem Downsizing: Nachdem in diesem Jahr mit dem Sine schon ein On-Ear-Modell präsentiert wurde, legen die Amerikaner nun mit einem In-Ear-Hörer nach. Mit magnetostatischem Verfahren, versteht sich! Aus dem gleichen Land kommt das Unternehmen Shure. Die bringen zur Messe einen ebenso ungewöhnliches In-Ear-Modell mit. Denn der KSE1500 funktioniert nach dem elektrostatischen Verfahren, was in dieser Größe als nahezu unmöglich erscheint.

Als wir den digitalen Audioplayer von Onkyo vor ein paar Wochen getestet haben, fragten wir uns, welcher Kopfhörer in den symmetrischen Ausgang passen sollte. Denn dieser ist am dem DP-X1 in Form einer 2,5-Millimeter-Klinke angebracht. Es gibt ganz wenige Kopfhörer, die man an so einem Ausgang anschließen kann. Sieveking Sound hat da eine Lösung an seinem Stand. Der In-Ear-Hörer A8 von Cardas hat einen solchen Klinkenstecker. A propos Stecker: Auf der Messe werden auch einige Modelle mit Lightning-Anschluss zu sehen sein, die alle Besitzer des neuen iPhones brauchen, sofern sie nicht den Adapter verwenden wollen.

Das Klangorakel von Lowbeats

Neben Kopfhörern, Verstärkern und Abspielgeräten findet man im Congress Center West in Essen auch Stände mit anderen spannenden Exponaten. So haben zum Beispiel die Kollegen von Low Beats, einem Online-Portal zum Thema Audio, ihr Klangorakel mitgebracht. Für jeden Kopfhörer, den Lowbeats testet, wird über einen Kunstkopf und ein Stereomikrofon das gleiche Lied aufgenommen und gespeichert. Der Service für die Leser ist dann, dass diese zu Hause mit ihrem Lieblingskopfhörer zunächst das Lied anhören, um eine Klangreferenz im Ohr zu haben. Dann wechseln sie auf den Klang eines anderen Kopfhörers, indem sie das Lied im Klangorakel anhören, wie es für dieses Modell aufgenommen wurde. Somit lässt sich schnell der klangliche Unterschiede zwischen beiden Kopfhörern feststellen. Auf der Messe steht nun auf dem Tisch ein Computer mit Kopfhörerverstärker, an den ein HD 650 von Sennheiser angeschlossen ist. Somit lässt sich das Klangorakel vor Ort befragen.

Und wer ihm nicht glaubt, kann sich an den anderen Ständen von der Wahrheit überzeugen.