
Das Besondere an Samsungs Note 7 ist zweifelsohne der Stift. Braucht ein modernes Smartphone so eine Eingabehilfe? Wir haben ihn beim Test eine Woche lang möglichst oft eingesetzt.
Der Abstand von Display zu Rahmen ist beim Note 7 nun genauso groß wie von Rahmen zur Rückseite und das Glas stärker gebogen, was dazu führt, dass &hellip-Bilderstrecke
Es stellt sich also die Frage, ob man zusätzlich noch einen Stift braucht und warum man noch einmal 50 Euro mehr ausgeben sollte. Denn die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung sind immerhin 849 Euro. Nun muss man zunächst ergänzen, dass jenseits des zusätzlichen Eingabegerätes doch noch ein paar neue Merkmale hinzukommen, die für den täglichen Umgang nicht unwesentlich sind.
So hat Samsung allein durch die leichte Designveränderung an den längeren Kanten, die einzige Schwäche, die es für uns am S7 Edge gab, behoben. Denn der Bildschirm zog sich so weit nach unten, dass man durch enges Umfassen des Gerätes manchmal mit dem Daumen oder Mittelfinger den Bildschirm unfreiwillig berührte und er deshalb reagierte. Weil die Biegung nun etwas steiler ist und der äußere Rand des Displays nun genau in der Mitte sitzt, haben wir uns während des einwöchigen Tests keinen Fehlgriff geleistet.
Authentifizierung über die Augen
Ein weitere Unterschied zum S7 Edge ist der Iris-Scanner. Er funktioniert ähnlich wie der Fingerabdrucksensor, der mittlerweile in der Smartphone-Oberklasse Standard ist. Um sich beim Wechsel vom Standby in den aktiven Modus zu authentifizieren, ohne einen Code oder Passwort eintippen zu müssen, blickt man aus zirka 30 Zentimetern Entfernung auf den Bildschirm, um es zu entsperren. Wenn man diese Funktion einrichtet, warnt Samsung vor allerhand möglicher Gefahren bei falscher Benutzung, sodass man sich bei der Lektüre eines Beipackzettels eines Medikaments wähnt.
Nach ein paar Tagen Augen-Entsperrung ist man erstaunt, wie schnell die Authentifizierung erfolgt. Eigentlich blickt man in zwei Kreise, bevor die Software grünes Licht gibt. Doch oft erkennt man sie gar nicht, weil der Prozess zu schnell vonstatten geht. Allerdings verweigerte das Note 7 auch hin und wieder den Zugriff, dann musste der Fingerabdruck her. Es tritt meistens dann auf, wenn man das Gerät nicht – wie von Samsung empfohlen – mit erhobener Hand vor das Gesicht hält, sondern den Kopf zum Gerät neigt, wenn es etwa auf dem Tisch liegt.
Schickere Benutzeroberfläche
Hier noch der dritte Unterschied, bevor es zum entscheidenden geht: Samsung hat das Design seiner Android-Oberfläche Touchwiz leicht verändert. Als die Designerin aus Korea bei der Präsentation des neuen Erscheinungsbildes von mehr „natürlichen“ Farben und Formen sprach, waren wir noch gelangweilt, weil es sich etwas zu sehr nach Marketing-Masche anhörte.
Doch im direkten Vergleich zu Touchwiz auf den S7-Geräten fällt das grafische Update doch deutlich auf. „Natürlich“ ist unseres Erachtens das falsche Wort. Wir empfinden es als feiner, eleganter und hoffen, dass Samsung alle Topgeräte auf das neue Touchwiz umstellt. Auch weil es einige funktionelle Veränderungen gibt, sodass man etwa bei den Schnelleinstellungen bereits auswählen kann, ohne eine Ebene tiefer zu klicken.
