
Bisher sind nur die großen UHD-Fernseher für das neue Antennenfernsehen ausgerüstet. Nun bringt Philips das erste kompakte DVB-T2-Gerät.
Das Antennenfernsehen steckt in einer Technik-Klemme: Eigentlich ist es prädestiniert zur Versorgung von kompakten Zweitempfängern in der Küche, auf der Terrasse oder im Wochenendhäuschen. Doch bisher sind es gerade die großen, mit Ultra-HD-Bildschirmen gerüsteten TV-Kaliber, die Antennenausstrahlungen nach dem neuen Standard DVB-T2 empfangen können.
Und solche Apparate sind darauf eigentlich gar nicht angewiesen: Sie haben ihren Stammplatz im Wohnzimmer, zumeist in Reichweite der Kabeldose oder des Satellitenanschlusses. Als erster Hersteller hat nun Philips die offenkundige Marktlücke entdeckt – und liefert vom September an einen Beitrag, sie zu schließen. Er hört auf den Modellnamen 24 PFS 5231, hat eine Bildschirmdiagonale von 24 Zoll (61 Zentimeter) und Full-HD-Auflösung- mit diesen Eckdaten bietet er sich im Nebenjob auch als Notebook-Monitor an.
Ab September lieferbar: 24 PFS 5231
Das zierliche Fernsehgerät kann als bisher einiges Modell seiner Klasse bewegte Bilder nach dem Kompressionsstandard HEVC dekodieren – in Deutschland eine unabdingbare Voraussetzung für den DVB-T2-Empfang. Und er hat einen CI-Plus-Anschluss. Hier lässt sich ein Modul des Netzbetreibers Freenet anstöpseln, um die HDTV-Programme der privaten Sender aufzubereiten und zu entschlüsseln. Denn sie werden über DVB-T2 verschlüsselt ausgestrahlt, bisher noch gratis, vom nächsten Frühjahr an aber nur noch gegen Gebühr.
Der Lautsprecher des Geräts steckt samt Verstärker in einem Extra-Gehäuse unter dem Bildschirm, was ihm für Flachbild-Verhältnisse zu beachtlicher Klangfülle verhilft. Obendrein nimmt die Mini-Box Bluetooth-Funksignale entgegen, kann also auch Musik vom Smartphone abspielen. Der praktische kleine Fernseher wird, wenn er nach der Elektronikmesse IFA in die Läden kommt, voraussichtlich um 300 Euro kosten.
