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Vater muss WhatsApp von Handys seiner Kinder löschen

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Löschbefehl: Ein Vater soll Programme wie WhatsApp von den Telefonen seiner Töchter entfernen und dem Gericht das nachweisen.

Um seine Kinder vor sexueller Belästigung schützen, muss ein Vater Messenger-Programme wie WhatsApp löschen. Das fordert ein Gericht in Bad Hersfeld und will das genau protokolliert sehen.

Zum Schutz vor sexueller Belästigung über Messenger-Programme auf den Smartphones seiner Töchter ist ein Vater zu präventiver Mithilfe verdonnert worden. Das Amtsgericht Bad Hersfeld verurteilte ihn deswegen, Apps wie WhatsApp und andere von den Geräten zu entfernen, um seine minderjährigen Mädchen vor Sex-Nachrichten zu schützen. Das besagt ein noch nicht rechtskräftiger Beschluss des Amtsgerichts Bad Herfeld, über den „heise.de“ berichtet hat.

Der geschiedene Vater muss mit seinen Töchtern laut dem Beschluss monatlich ein Gespräch über die Nutzung der Handys führen und alle drei Monate prüfen, welche Apps darauf installiert sind – und ob es Ungereimtheiten gibt. Der Vater muss dies dem Gericht nachweisen.

Gericht: Eine Gefahr für Jugendliche und Kinder

Im Mai wurde bei der Polizei wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung gegen einen ehemaligen Schulfreund des Vaters Anzeige erstattet. Die sexuelle Anmache habe dem Wohlbefinden der Mädchen arg zugesetzt, befand das Gericht. Bezüglich dieses Vergehens habe die Staatsanwaltschaft Fulda gesondert zu entscheiden. Es habe im Beschluss nicht berücksichtigt werden können, teilte das Gericht am Freitag auf Anfrage mit.

Das Amtsgericht betonte, dass Messenger wie WhatsApp für Kinder und Jugendliche unter 16 eine Gefahr für ihre Privatsphäre und Entwicklung darstellen könnten. Smartphones könnten in dem Alter nicht ohne jegliche Überwachung ausgehändigt werden.