
Oft schmecken sie leicht staubig, aber das muss nicht sein: Die Japanerin Azko Iimori gibt in ihrem Sushi-Restaurant Backkurse, in denen man lernt, perfekte Himbeermacarons zu machen.
Der Duft von frischen Himbeeren stromt durch das Restaurant in der ersten Etage des „Iimori-Hauses“ in der Frankfurter Innenstadt. Fast alles erinnert an eine andere Welt, eine längst vergangene Zeit. Die dunkelrote Tapete ist mit Goldornamenten verziert, kleine, zweiarmige Kronleuchter hängen uber einem mit dunkelblauem Stoff bezogenen Kanapee auf der linken Seite des Raumes.
Auch die massiven dunklen Tische und die mit Leder uberzogenen Sitzkissen und Stuhllehnen fugen sich ins Bild. Doch der Himbeerduft breitet sich von der anderen Seite des Raumes aus. Er kommt von der modernen Kochinsel, die leicht erhoht auf der rechten Seite plaziert ist und um die sich an diesem sonnigen Nachmittag 14 Frauen und ein Mann drängen.
To view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that Marie Antoinette war angeblich eine große Liebhaberin der Sußigkeit.
Die Klassiker sind Himbeere, Schokolade und Zitrone
Noch heute gilt Frankreich als Heimat der Macarons, und viele verschiedene Varianten des Baisergebäcks werden in Patisserien und Feinkostläden fur etwa zwei Euro pro Stuck verkauft. Erlaubt ist fur die Cremeschicht, die den Geschmack bestimmt, alles, was schmeckt: Himbeere, Schokolade oder Zitrone zählen zu den Klassikern, aber auch exotische Kreationen aus Olive, Traube oder Basilikum sind beliebt. Die Geschmacksrichtung ist fur die bunte Farbe der Macarons ubrigens nicht entscheidend, denn der Baiserteig wird mit geschmacksneutralen Lebensmittelextrakten gefärbt.
„Wenn ihr alles Schritt für Schritt so macht wie ich gerade“, sagt Azko limori, „dann begeistern sie jeden.“Bilderstrecke
Auch Azko Iimori, die die Macaron-Kurse in Frankfurt anbietet, hat das Gebäck zuerst in Frankreich kennengelernt. „Als japanische Kochin in Deutschland dachte ich, ich konnte am besten und glaubhaftesten ein Sushi-Restaurant fuhren. Also habe ich vor uber zwanzig Jahren meinen ersten Laden in Frankfurt eroffnet. Nachdem das gut geklappt hat, bin ich nach Paris gezogen, um dort einen zweiten Sushi-Laden aufzuziehen“, erzählt sie. „Dort habe ich entdeckt, dass die franzosische Backkunst so viel zu bieten hat. Also begann ich einen Kurs in einer Schule fur Patisserie.“
