Computer & Internet

Was sagt die Uhr?

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So geht es: Warren Beatty telefoniert als Detektiv Dick Tracy im gleichnamigen Film aus dem Jahr 1990 mit der Armbanduhr.

Die Apple Watch wird ein Jahr alt. Absoluter Pionier in Sachen Smartwatches war jedoch Dick Tracy – er telefonierte schon 1946 mit seiner Armbanduhr.

Dick Tracy konnte mit der Apple Watch auf dem Mond landen. Die Comicfigur, deren Verbrecherjagd seit den 1930er Jahren zunächst in der Zeitung, dann in Heften und schließlich in amerikanischen Fernsehserien und Filmen spielte, setzte von Anfang an auf Zukunftstechnik. Der Detektiv telefonierte seit 1946 mit seiner Armbanduhr.

Die Smartwatch, die jahrzehntelang als „Dick Tracy Watch“ bezeichnet wurde, gehort damit zu jenen Erfindungen, die in der Belletristik ihren Anfang nahmen. Erst 30 Jahre später gab es Uhren, die zwar noch nicht smart waren, aber doch immerhin zeigten, in welche Richtung die Technik gehen sollte. Miniaturisierung und Bedienung waren das Problem.

Viel konnten die fruhen Geräte nicht. Casio, Seiko und andere gingen voran. Erste Modelle brachten seit den 1970er Jahren einen eingebauten Taschenrechner mit. Um die winzigen Hardware-Tasten auszulosen, benotigte man einen Stift, der Finger war zu groß.

Mit dem Aufkommen der personlichen Computer seit 1980 nahm die Technik ihren Aufschwung. Eine Seiko RC-1000 konnte bereits 1984 viele Daten mit dem Heimcomputer Commodore 64 austauschen. GPS-Satellitenempfang in der Armbanduhr war das nächste große Ding, und seit zehn Jahren gibt es Smartwatches mit Sim-Karte. Die Pebble mit schlichter Anzeige gilt als nächster Meilenstein.

Die Leistungsfähigkeit einer heutigen Apple Watch ubertrifft ubrigens die Apollo-Mondlandungsrechner um Großenordnungen. Der Apollo Guidance Computer von 1969 hatte einen Arbeitsspeicher von vier Kilobyte, seine Taktrate lag bei 100 Kilohertz. Dick Tracy konnte also mit der Apple Watch auf dem Mond landen. Zumindest von der Rechenleistung her.