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Das beste iPad hat nur einen Malus

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Das neue iPad Pro 9.7 mit Pencil

Das neue iPad Pro 9.7 unterstützt Stift und Tastatur. Es hat ein spektakuläres Display und guten Ton. Das derzeit beste iPad hat nur ein Problem.

Das ist der Trick des neuen, kleinen iPad Pro: Es hat die Bauform eines herkommlichen iPad Air mit der weithin ublichen Displaydiagonale von 9,7 Zoll (24,6 Zentimeter), bringt aber iPad 2 Die beiden iPad Pro im GrößenvergleichBilderstrecke

Die LTE-Variante des iPad Pro enthält zudem nicht nur einen Steckplatz fur die Nano-Sim-Karte, sondern hat zusätzlich die ganz neue E-Sim eingebaut, die es erlaubt, in vielen Ländern Prepaid-Datentarife zu nutzen, ohne eine Sim-Karte zu kaufen oder einen Vertrag abzuschließen. In den Systemeinstellungen gibt es ein neues Menu mit den verfugbaren Anbietern. In Deutschland sind dies neben der Telekom zwei unbekannte kleine. Die Tarife reichen von attraktiv (drei Euro fur 500 Megabyte bei der Telekom) bis unanständig (15 Euro fur 100 Megabyte bei Gigsky). In anderen Ländern gibt es andere Angebote, Reisende werden die E-Sim schnell zu schätzen wissen.

Sie wirkt nicht wie ein Apple-Produkt

Wie in der großen Variante unterstutzt auch das iPad Pro 9.7 den Apple Pencil zum Zeichnen oder Schreiben und das Smart Keyboard, das magnetisch an das Gerät gesteckt wird und gleichzeitig als Halterung dient. Während der Stift eine sehr eindrucksvolle Erfahrung bietet und von Grafikern geschätzt wird, hält sich die Begeisterung uber die Tastatur in Grenzen: Sie wirkt nicht wie ein Apple-Produkt, kennt nur einen Aufstellwinkel, und es fehlen die deutschen Umlaute, zumindest im Tastenaufdruck. Das deutsche Tastaturlayout ist in den Systemeinstellungen trotzdem wählbar. Dazu kommt der hohe Preis: 170 Euro verlangt Apple, eine vergleichbar gute Bluetooth-Tastatur ist fur weniger als die Hälfte zu haben.

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iPad Pro: Der Pencil in Aktion

Inklusive Stift (110 Euro) und Tastatur liegt man bei mindestens 970 Euro fur die gunstigste Version des iPad Pro 9.7. Mit 256 Gigabyte Speicher sind es dann fast 1500 Euro. Der Preis eines guten Rechners ist allemal erreicht, aber das iPad Pro ist um so weniger ein Notebook-Ersatz, je produktiver und aktiver man damit arbeiten will. Zeichnen und schreiben, das geht, aber Komplizierteres erfordert dann doch wieder konventionelle Hardware. Das kleine iPad Pro kann man mit Fug und Recht als derzeit bestes iPad bezeichnen. Leistung, Displayqualität und Stift uberzeugen. Aber es ist teuer, das ist der Haken.