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Volkswagen findet in Amerika immer weniger Käufer

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27.000 Autos hat Volkswagen im März in Amerika verkauft – noch einmal zehn Prozent weniger als im Monat zuvor.

Die Wolfsburger leiden in den Vereinigten Staaten weiter unter dem Abgas-Skandal. Aber auch die anderen deutschen Hersteller haben einen eher schlechten Monat hinter sich in Amerika.

Der Kundenschwund von Volkswagen in den Vereinigten Staaten setzt sich auch knapp ein halbes Jahr nach Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen fort: Während viele Wettbewerber auf dem zweitgroßten Personenwagen-Markt der Welt nach China im März mehr Autos verkauften, setzte Volkswagen mit 27.000 Fahrzeugen weitere zehn Prozent weniger ab.

Der amerikanische Hersteller Ford kam indes auf knapp 255.000 (plus 8 Prozent), die Opel-Muttergesellschaft General Motors auf 252.000 (plus ein Prozent), Fiat Chrysler auf 213.000 (plus acht Prozent). Ein leichtes Minus auf 222.000 verkaufte Autos verzeichnete indes der japanische Weltmarktfuhrer Toyota.

Insgesamt legten die Verkäufe quer durch alle Hersteller den Branchenexperten von Autodata zufolge um drei Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge zu. Erwartet worden war allerdings ein Zuwachs von sieben Prozent. Entsprechend gaben die Aktien der großen Automobilhersteller zum Wochenschluss an der Borse uberwiegend nach.

Dennoch ist der amerikanische Markt auf gutem Weg, sich in diesem Jahr wegen niedriger Sprit-Preise, Zinsen nahe Null und geringer Arbeitslosigkeit so gut wie seit Jahren nicht mehr zu entwickeln. Im vergangenen Jahr waren in den Vereinigten Staaten 17,4 Millionen Autos verkauft worden.

Die Daimler-Tochtergesellschaft Mercedes verbuchte im März in Amerika einen Absatz-Ruckgang von knapp sechs Prozent auf rund 28.000 Autos, BMW verkaufte 2,5 Prozent weniger Wagen (30.000). Audi konnte den Absatz indes um 7,5 Prozent auf knapp 18.400 Fahrzeuge steigern. Fur die Volkswagen-Premiummarke war es der 63. Monat in Folge mit Zuwächsen. Porsche verkaufte mehr Sportwagen als im Vorjahresmonat.