Eine kurze Keynote und zwei neue Produkte: Apple hat das iPhone SE und ein kleines iPad Pro vorgestellt. Die Preise und die Größe sollen in beiden Fällen die Kunden locken.
Apple hat an diesem Montag Abend ein neues iPhone und ein neues Tablet vorgestellt. Das iPhone SE ist kein weiteres Spitzengerät, sondern fährt auf einem Seitenweg wie das 2013 auf den Markt gebrachte
Erst wurden die iPhone größer, jetzt wird es wieder kleinerBilderstrecke
Als Prozessor kommt der aktuelle A9 der jüngsten iPhone-Generation zum Einsatz, der M9-Koprozessor ist ebenfalls an Bord. Die Kamera löst wie bei den aktuellen 6er-iPhones mit 12 Megapixel auf. Der Fingerabdruckscanner mit Biometrie wird aus der 5er- und 6er-Reihe übernommen, es fehlt jedoch 3D-Touch, also das druckempfindliche Display der beiden 6s-Modelle.
Bislang war das iPhone 5s für 500 Euro der günstigste Weg in die Smartphone-Welt von Apple, während die 6s-Spitzenmodelle bei 750 bis 1075 Euro liegen. Das iPhone SE ist ein modernisiertes Einstiegsgerät. Wie nicht anders zu erwarten war, bleibt Apple ein Hersteller von Premiumprodukten und zettelt keinen Preiskampf an. In der kleinsten Variante mit nur 16 Gigabyte Speicher kostet das SE 490 Euro, in der teuersten mit 64 Gigabyte sind es 590 Euro.
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Apple stellt neues iPhone SE vor
Die Technikbegeisterten wird Apple mit diesem neuen Gerät weniger ansprechen, indes sieht man wohl Marktchancen für ein kleines Smartphone, das in die Damenjeans passt und fast alle technischen Pluspunkte der aktuellen großen Modelle mitbringt. Zudem wird die Nachfrage belebt, lange bevor das iPhone 7 im Herbst debütiert.
Kleines iPad Pro
Neu vorgestellt wurde ferner ein kleines iPad Pro. Das erste iPad Pro ist ein riesiger Tablet PC mit einer Diagonale von 12,9 Zoll. Die Besonderheiten des Pro sind die Smart-Connector-Schnittstelle zum Anschluss von Zubehör (insbesondere einer Tastatur), die Stiftbedienung, 4 Gigabyte RAM und vier eingebaute Lautsprecher. Das Display des großen iPad Pro löst mit 2732 x 2048 Pixel auf, das Gerät kostet zwischen 900 und 1240 Euro.
Die neue kleinere Variante hat eine Bildschirmdiagonale von 9,7 Zoll, die exakt der des aktuellen iPad Air und Air 2 entspricht. Das Pro-Modell wird also an die Standardgröße der meisten Tablets angepasst, das ist der Trick. Das kleine iPad Pro bringt alle Vorzüge des großen mit, die optional erhältliche Tastatur wird entsprechend angepasst. Auch der A9X-Prozessor gehört zur Serienausstattung. Eine erste Besonderheit des kleinen Modells ist die Kameraauflösung: Sie beträgt nun erstmals bei einem iPad 12 Megapixel.
Bildschirm kommt mit True Tone
Ferner sei die Displayqualität außergewöhnlich. Das kleine iPad Pro habe die beste Anzeige eines iPad und mit 500 Nits auch die hellste. Als erstes Tablet der Welt messe es die Farbtemperatur des Umgebungslichts und passe damit die eigene an. Apple nennt diese Technik True Tone. Das neue Gerät ist mit 32, 128 und (erstmals) mit 256 Gigabyte Speicher in vier Farben erhältlich.
Die Preise liegen über dem iPad Air 2 und unter dem ersten iPad Pro, die Spanne reicht von 690 bis 1200 Euro. Dazu kommen freilich 110 Euro für den Stift und 180 Euro für die Tastatur, die es bislang nicht mit deutscher Tastenbelegung gibt. War das erste iPad Pro für viele Interessierte, die mit den neuen Utensilien zeichnen oder flink schreiben wollten, schlichtweg zu groß, bringt Apple nunmehr seine Spitzentechnik in eine gefälligere Bauform für jedermann. Auf die Qualität des Displays darf man gespannt sein.
Night Shift und andere Kleinigkeiten
Von sofort an ist das neue Betriebssystem iOS 9.3 für alle jüngeren iPhones und Tablets erhältlich. Zu den vielen kleinen Verbesserungen gehört Night Shift: Damit wird die Displayfarbe in den Abendstunden und nachts automatisch zum wärmeren Ende des Farbspektrums verschoben, um die Augen zu schonen. Notizen lassen sich mit einem Kennwortschutz versehen, und die Navigationslösung Car Play erhält eine Suche nach Sonderzielen in der Umgebung. Für die Apple Watch gibt es neue Armbänder in neuen Farben – und erstmals aus gewebtem Nylon.
