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Bluetooth-Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung im Test

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Sie versprechen mehr als nur einen guten Klang: Kopfhörer mit cleveren Funktionen wie Bluetooth und Geräuschunterdrückung. Wir haben drei Modelle getestet.

Es gehort mittlerweile zum guten Ton, dass Hersteller ihre Kopfhorer mit Zusatzfunktionen ausstatten. Ein Chip dämpft mit Hilfe von Messmikrofonen nervige Außengeräusche, die Bluetooth-Verbindung macht das Kabel obsolet. Solche Funktionen sind nicht auf eine bestimmte Form beschränkt. In-Ear-Produkte konnen ebenso innovativ sein wie auf dem Ohr sitzende und das Ohr umschließende Modelle. Wir haben exemplarisch verschiedene Produkte ausgesucht und angehort, die mit pfiffigen Details aufwarten.

Der Symphony 1 von Definitive Technology (fur 350 Euro) ist ein gutes Beispiel fur einen Kopfhorer, der sich nicht entscheiden kann. Wieso sollte man sich einen mächtigen, das Ohr umschließenden Boliden kaufen, der aufgrund seiner Zusatzfunktionen eigentlich dazu gedacht sein musste, moglichst komfortabel fur unterwegs einsetzbar zu sein? Der Symphony 1 lässt sich nicht an der Muschelaufhängung falten, nimmt also viel Platz weg. Wer ihn unterwegs dabeihat, muss ihn entweder um den Hals tragen oder in einer Tasche verstauen.

Unersättliche Musikhorer konnten ihn zwar fortwährend auf den Ohren sitzen lassen. Dafur eignet er sich aber nur bedingt. Der Bugel ist unzureichend gepolstert, so dass er nach einer Weile spurbar auf den Schädel druckt. Zudem sieht der Symphony 1 ein bisschen aus wie ein Horschutz fur Bauarbeiter. Dafur hält er in dieser Hinsicht, was er optisch verspricht. Seine Geräuschunterdruckung funktioniert sehr gut. Lärm auf der Autobahn wird fast vollständig elektronisch ausgeloscht.

Kopfhörer - Laura Schmitt wird drei Mal fotografiert mit jeweils einem unterschiedlichem Kopfhörer: ein In-Ear, On-Ear und Over-Ear.Sehr bequem sitzendes Headset von PlantronicsBilderstrecke

Da an dem großen Gehäuse viel Platz ist, hätte Definitive Technology die Funktionsknopfe großzugiger und unterscheidbarer unterbringen konnen. Bluetooth, Geräuschunterdruckung und Anschaltknopf durfen zwar etwas enger beieinandersitzen, weil sie nicht so häufig gebraucht werden. Doch beim Annehmen und Ablehnen von Anrufen oder der Lautstärkeregelung vertippt man sich auf den Tasten hin und wieder, weil sie sich nicht deutlich genug voneinander abgrenzen.

Wenn man sich schon so einen auffälligen Kopfhorer aufsetzt, sollte auch der Klang stimmen. Das ist nicht der Fall. Der Symphony 1 wirkt träge. Lieder schleppen sich etwas muhsam dahin. Dabei werden sie von einer gewissen Dumpfheit begleitet. Der zu dominante Bassbereich trägt dazu bei. Gitarren rocken nicht, sondern klimpern eher. Stimmen klingen leicht gedruckt und wenig naturlich. Der Symphony 1 durfte eher der Hip&Hop- als der Pop&Rock-Generation gefallen.

In-Ear-Variante von Phiaton

Der BT 220 NC von Phiaton (fur 160 Euro) ist das Gegenteil des Symphony 1. Design und Funktionalität sind darauf ausgerichtet, dass der Kopfhorer in die Sakko- oder Hosentasche gesteckt werden kann, um bei Bedarf schnell in den Ohren zu landen. Der Klang ist klar, ausgewogen und mitreißend. Gut ist die Geräuschunterdruckung, doch sie kann nicht ganz mithalten mit dem Symphony 1 und dem Voyager Focus von Plantronics.